Kindertagesstätten

Aktuelle Liga Position

“Fehlzeiten in der frühkindlichen Bildung berücksichtigen: Kindern fördern – Erzieher*innen entlasten”

Was ist hinter dem Himmel?

Religiöse Bildung in Kindertagesstätten miteinander gestalten

Der religionspädagogischer Leitfaden wurde im Auftrag der Landeskirche Sachsens durch das Theologisch-Pädagogisches Institut der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens (TPI Moritzburg) erstellt und im September 2018 veröffentlicht. Die Handreichung ist das Ergebnis der Arbeit einer eigens dafür gegründeten Arbeitsgruppe, unter Beteiligung von Mitarbeiterinnen des Referates Kinder-Jugendhilfe des Diakonischen Amtes.
„Der Leitfaden veranschaulicht, wie Religionspädagogik in einer Kindertagesstätte gelingen kann. Dabei wird konsequent bedacht, was Kinder für ihre religiöse Bildung an Bedingungen brauchen. Aus diesen Erkenntnissen heraus werden Handlungsoptionen aufgezeigt. Damit richtet sich der Leitfaden an alle, die an einer Persönlichkeitsbildung von Kindern in Kindertagesstätten interessiert sind.“ (aus dem Klappentext des Leitfadens)
Aufgrund der großen Nachfrage ist der Leitfaden neu aufgelegt worden und zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) beim TPI Moritzburg erhältlich.

Kontakt

Inga Blickwede Referentin Kinder- und Jugendhilfe/Kindertagesstätten
Obere Bergstr. 1
Radebeul 01445
0351 83 15 182

Hier kommen Sie zu …


Umgang mit getrennten Eltern

Die Erziehungspartnerschaft in der Kita weiter erfolgreich gestalten
Wenn Paarbeziehungen zerbrechen, geht das oft mit einer konfliktreichen Veränderung der Lebensumstände aller Betroffenen, insbesondere auch der Kinder der beiden Elternteile einher.
Das wirkt sich mitunter auch bis hinein in die Einrichtungen aus, die die Kinder zum Zeitpunkt der Trennung besuchen.

In diesem Zusammenhang stellen sich viele Fragen für die Mitarbeitenden der Kita:

  • Wie kann die Kita zum sicheren Hafen für die betroffenen Kinder werden?
  • Wie kann das Kita-Team unterstützend agieren, ohne in den Konflikt der Eltern hineingezogen zu werden?
  • Welche rechtlichen Besonderheiten setzen den Rahmen?
  • Was müssen die Mitarbeitenden der Kita in Bezug auf Sorgerecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht und Bringen/Abholen des Kindes beachten? 

Mit der Broschüre möchten wir Ihnen grundlegende Informationen und Handlungsmöglichkeiten rund um diese schwierige Thematik zur Verfügung stellen.
Sie wurde im  Referat Kita in Zusammenarbeit mit Referent*innen aus den Bereichen Recht sowie Ehe-, Familien- und Lebensberatung erarbeitet.
Hier können Sie die Broschüre runterladen.


„Opa ist gestorben und lebt jetzt im Himmel“

So lautet der Titel einer neu veröffentlichten Broschüre der Diakonie Sachsen. Sie entstand im Rahmen einer vom Referat Kinder- und Jugendhilfe gegründeten Arbeitsgruppe, die sich in den vergangenen beiden Jahren mit der „Trauerarbeit in der Kita“ beschäftigte.
Es ist eine praxisnahe religionspädagogische Arbeitshilfe zum Umgang mit Tod und Trauer im Elementarbereich. Sie vermittelt Grundkenntnisse zu Tod und Trauer aus entwicklungspsychologischer und theologischer Sicht, zeigt Verantwortlichkeiten beim Krisenmanagement von Trägern und Einrichtungen auf, eignet sich für die Reflexion der Thematik im Team sowie bei Elterngesprächen und liefert Impulse für die Arbeit mit den Kindern. Aus evangelischer Perspektive geschrieben öffnet sie zugleich den Blick für die Arbeit im interkulturellen Kontext und mit konfessionslosen Familien. Hier finden Sie die Broschüre als PDF-Ausgabe.

Das Referat Kinder- und Jugendhilfe berät Sie bei akuten Fällen, unterstützt Sie bei Teamprozessen oder bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen (pädagogische Tage/Fachtage) und vermittelt hilfreiche Kontakte in Ihrer Region.


Herzlichen Glückwunsch

Die christliche Kindertagesstätte „Kastanie“ aus Oelsnitz im Erzgebirge ist einer der Preisträger des 6. Sächsischen Kinder-Garten-Wettbewerbs. Träger der Kita ist die Diakonie Erzgebirge.

Am 8. Oktober wurden die Sieger durch Christian Piwarz, Staatsminister für Kultus und Schirmherr des Wettbewerbs, mit einem Preisgeld von je 2.500 Euro ausgezeichnet.
Unter dem Motto “Unser Kinder-Garten – ein nachhaltiger Bildungsraum”, wird der Wettbewerb seit 12 Jahren aller 2 Jahre durchgeführt. Ziel ist es, nachhaltige Bildung in den Kitas zu verankern und die Kinder schon frühzeitig an Themen wie Umweltschutz und gesunde Lebensweise heranzuführen. Die Kita Kastanie will das Preisgeld nutzen, um die Kosten für schon durchgeführte Arbeiten im Außengelände zu decken. Nähere Informationen zur Kita finden Sie im PDF-Dokument.
Der Wettbewerb wird durch das Kultusministerium gefördert und von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung durchgeführt. Hier finden sie auch weitere Fotos und Informationen zu den anderen Preisträgern.


Am 20. September ist Weltkindertag …

Kinder haben Rechte – und ja, auch ein Recht auf eine intakte Umwelt.

Der Auftrag, die Erde zu „bebauen und bewahren“ – ist uns mit der Schöpfungsgeschichte (1. Mose 2 Vers 15) ans Herz gelegt. Die derzeitigen globalen Entwicklungen (Erderwärmung, Ausbeutung und Verschwendung von Ressourcen, Entsorgungsprobleme, …) zeigen, dass es höchste Zeit ist, sich diesem Anspruch zu stellen. Wo können und müssen wir Verantwortung übernehmen, damit ein Aufwachsen im Morgen überhaupt noch möglich ist? Der Elementarbereich bietet viele Möglichkeiten, das Thema schon früh im Bewusstsein der Kinder und ihrer Familien zu verankern. Kinder verstehen sich als Teil der Natur und nehmen sie mit ganzen Sinnen auf. Dies gilt es aufzugreifen und gleichzeitig ein Bewusstsein für die Bewahrung der Schöpfung, z.B. für gesunde Ernährung oder nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. Das evangelische Profil ist hier Grundlage für die religionspädagogische Arbeit bezüglich der damit zusammenhängenden Fragen nach Ethik, Werten und dem Wirken Gottes in der Welt. Alljährlich gibt die BETA (Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V.) anlässlich des Weltkindertages eine Arbeitshilfe zu einem Kinderrecht heraus Die diesjährige Ausgabe lenkt den Blick auf die Gegenwart und die Sorge um und für die Zukunft. Sie thematisiert das Kinderrecht auf eine intakte Umwelt (Art. 24 UN-Kinderrechtskonvention) und enthält Anregungen für das persönliche Denken und Handeln, die Arbeit mit den Teams sowie mit den Kindern und Familien. Die Broschüre ist als PDF-Datei auf folgender Seite veröffentlicht.


Ein gelungenes Praxisbeispiel: GemeindeKinderGARTEN

… so steht es am Eingang zum ehemaligen Wäscheplatz der evangelischen Kirchgemeinde in Dresden-Johannstadt. Auf Initiative von Familien aus der Gemeinde wurde dort während des letzten halben Jahres ein Gemeinschaftsgarten angelegt. Auf dem einst unansehnlichen Grundstück blühen jetzt die Sonnenblumen, wachsen Kürbisse und sogar einige Getreidearten. Zum Schulanfang haben die Erstklässler einen Apfelbaum gepflanzt. Es gibt ein Insektenhotel, eine „Samentauschbörse“, einen kleinen Freisitz mit Dach. All dies wurde hauptsächlich von Ehrenamtlichen (an-)gebaut. Finanzielle Hilfen gab es von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Johannes-Kreuz-Lukas Dresden, dem auf dem gleichen Grundstück im Gemeindehaus untergebrachten Johannes-Kindergarten und auch vom Stadtteil. Denn der Garten ist offen für alle, auf einen Zaun wurde bewusst verzichtet.
Von Anfang an unterstützten Kirchgemeinde und Kindergarten die Idee. „Wir haben gleich die Möglichkeiten gesehen, die so ein Projekt bietet“ meint Anne Lauterbach, Leiterin des Kindergartens. „Unsere Kinder können hier sehen und erleben, wo die Lebensmittel herkommen, wie alles wächst und Pflege braucht.“ Morgenkreise im Freien, ein Erntedankfest mit selbst geerntetem Gemüse, das Leben in und mit der Schöpfung – all dies lässt sich nun ohne großen Aufwand verwirklichen. Während des Corona-Lockdowns war der Garten einer der Räume, wo Gemeinschaft – im Freien und auf Abstand – möglich war. „Die Familien haben sich verabredet und mit den Arbeiten abgewechselt“ erzählt Anne Lauterbach.
Auch Pfarrer Tobias Funke freut sich: „Kirche bekommt hier im Stadtteil durch den Garten nochmal ein anderes Bild.“ Oft kommt es vor, dass Passanten stehenbleiben und nachfragen. So ergeben sich gute Gespräche über Nachhaltigkeit und auch über den Glauben. „Uns als Gemeinde ist es wichtig, auch außerhalb der Gottesdienste Orte der Begegnung zu schaffen.“ Der Garten ist so ein Ort. Erst kürzlich hat Tobias Funke dort ein Trauergespräch geführt, inmitten des Wachsens und Vergehens in der Natur.
Die konzeptionellen Überlegungen wuchsen mit dem Garten. Wie kann der Garten gemeindliches Leben unterstützen? Wie können Kita und Gemeinde noch enger verknüpft werden? Wo gibt es Bezugspunkte zu dem anderen wichtigen Vorhaben der Kirchgemeinde – „anders wachsen“? Diese – von Tobias Funke mitbegründete – Initiative setzt sich für nachhaltige Formen des Wirtschaftens, für Entschleunigung und Genügsamkeit ein. Anders wachsen eben. Die eigens dafür angestellte Theologin Juliane Assmann begleitet das Projekt für die nächsten 3 Jahre. So plant die Gemeinde bereits die nächsten Schritte: Eine „Generationenrikscha“ gibt es schon, über ein papierloses Büro wird in der Verwaltung des Kindergartens konkret nachgedacht und der überdachte Freisitz im angelegten Garten verwandelt sich vielleicht schon bald in den Stall für das Krippenspiel zu Weihnachten.