Corona-Impfung

 

IMPFEN!?

Gelebte Nächstenliebe, Selbstschutz und ein Akt der Solidarität!

Aufruf und Bitte

Liebe Leserin und lieber Leser,

als Mitarbeitende in der Diakonie – und ganz besonders in der Pflege - leisten Sie in der Corona- Pandemie seit vielen Wochen und Monaten Außerordentliches - bis hin zur in Kauf genommenen Selbstgefährdung! Dafür gebührt Ihnen größter Dank und Anerkennung!

Seit ein paar Tagen nun steht uns ein Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung. Die Impfung ist freiwillig und das muss auch so bleiben.

Dennoch bitte ich Sie sehr herzlich darum, mit diesem Impfangebot verantwortungsvoll umzugehen. Denn wie jede Impfung dient auch sie nicht nur dem Selbstschutz, sondern ist auch ein Akt großer Solidarität mit unseren Mitmenschen. Ziel ist, dass sich idealerweise 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immunisieren lassen. Das ist ein gesellschaftlicher Kraftakt, aber eben auch der entscheidende Schritt zur Normalisierung unseres gesellschaftlichen Lebens!

Für mich steht außer Frage: Uns als Mitarbeitende der Diakonie kommt hier mit unserem Bekenntnis zur Nächstenliebe eine besondere Verantwortung zu und wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen! Impfen ist immer auch ein Dienst an der Allgemeinheit, weil es die Bevölkerung insgesamt vor größeren Infektionsausbrüchen schützt - auch diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Wenn Sie Befürchtungen und Unsicherheiten über Neben- oder Langzeitwirkungen des Impfstoffs haben, sprechen Sie diese bitte offen an. Ihre Fragen lassen sich klären und beantworten. Eine klare und verständliche Kommunikation über Nutzen und Risiken zu den beiden bisher zugelassenen Impfstoffen, die ohne jede Empfehlung auskommt, findet sich auf https://www.gesundheitsinformation.de. Auch auf unserer Homepage beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema „Impfen“.

So bitte ich Sie sehr herzlich darum, das Impfangebot verantwortungsvoll zu prüfen und - wo immer keine medizinischen Gründe dagegensprechen -, es auch anzunehmen!

Diese ernsthafte persönliche Prüfung halte ich für ein Gebot der Fürsorge für die uns anvertrauten Menschen und der Nächstenliebe.

Ich grüße Sie sehr herzlich,

Ihr Dietrich Bauer,

Vorstandsvorsitzender

 

Wie erhalte ich in Sachsen einen Impftermin?

Über die folgende Internetseite kann man sich einen Termin reservieren: https://sachsen.impfterminvergabe.de/

Ab Montag, den 18.01.2021, wird dann die Terminvereinbarung für einen Impftermin über diese Rufnummer möglich sein: 0800-0899089

 

Linkliste zu Informationsempfehlungen

Die folgenden Informationsempfehlungen beziehen sich auf die Themen Impfung und Impfstoffe. Sie sind nach Informationsumfang geordnet, beginnend mit leicht zugänglichen und am Verbraucher orientierten Informationen, endend mit stärker forschungsorientierten und weiterführenden Datenbanken. Ein Großteil der aufgeführten Quellen bietet auf den entsprechenden Websites auch die Möglichkeit sich zu anderen ...

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Fragen und Antworten (FAQ) zum Thema Impfen

Im Zusammenhang mit dem Impfen stellen sich viele Fragen. Dazu haben wir hier auszugsweise aus den FAQ der Diakonie Deutschland einige Antworten veröffentlicht. Den gesamten Fragenkatalog finden Sie hier.

Wie steht die Diakonie Deutschland zur Corona-Impfung?

Die Diakonie Deutschland unterstützt grundsätzlich die Impfstrategie der Bundesregierung und befürwortet auch die Reihenfolge der vulnerablen Gruppen in der Impfverordnung. .https://www.bagfw.de/veroeffentlichungen/stellungnahmen/positionen/detail/stellungnahme-der-bagfw-zum-referentenentwurf-zu-einer-verordnung-zum-anspruch-auf-schutzimpfung-gegen-das-coronavirus-sars-cov-2

Wie bewerten sie die Bund-Länder-Beschlüsse zur Verlängerung des Lockdown?

Die Menschen brauchen jetzt eine klare Orientierung, wie es mit der Impfkampagne weitergeht. Das unterschiedliche Vorgehen in den Bundesländern und die logistischen Startschwierigkeiten vergrößern die ohnehin vorhandenen Unsicherheiten in der Bevölkerung in unnötiger Weise. Wir dürfen die Geduld der Menschen aber nicht überstrapazieren: Jede und jeder sollte baldmöglichst wissen, wann er oder sie sich voraussichtlich auf welchem Wege impfen lassen kann – auch, wenn das dann noch eine Weile dauern wird. Deshalb müssen die Impfungen nun zügig, nach einer möglichst einheitlichen Maßgabe und transparent umgesetzt werden – allen voran bei den pflegebedürftigen Menschen und deren behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie bei den Pflegekräften. Derzeit mangelt es vor allem an einer eindeutigen Kommunikation.

Welche Gruppen sollen aus Sicht der Diakonie zuerst geimpft werden?

Es ist richtig, die Menschen im hohen Alter zuerst zu impfen, weil sie ein sehr viel größeres Risiko haben, schwer zu erkranken und zu sterben. In der Gruppe der alten Menschen haben die Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen Vorrang, weil das Ansteckungsrisiko in Gemeinschaftseinrichtungen viel höher ist als in privaten Wohnungen. In diesem Zusammenhang müssen dann möglichst auch alle Pflegenden geimpft werden, weil sie sich und die alten Menschen anstecken können.

Wegen ihrer Bedeutung bei der Behandlung erkrankter Menschen und des Ansteckungsrisikos müssen auch die Mitarbeitenden in Intensivstationen und COVID-19-Stationen der Krankenhäuser vor allen anderen Personengruppen geimpft werden.

Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, müssen die sehr alten Menschen, die in der eigenen Wohnung leben, ein Impfangebot erhalten. Mit ihnen sollten auch die mit ihnen zusammenlebenden Hauptpflegepersonen geimpft werden. Wir sind erleichtert, dass die am 21.12.2020 veröffentlichte Coronavirus-Impfverordnung unsere diesbezügliche Forderung berücksichtigt hat.

Bei den weiteren Stufen des Impfangebots müssen Menschen mit Behinderung in Gemeinschaftseinrichtungen zusammen mit den dort tätigen Mitarbeitenden frühzeitig berücksichtigt werden.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Verordnungen/CoronaImpfV_-_De_Buette.pdf

Ist das Impfen für Bewohnerinnen oder Angestellte in Pflegeheimen der Diakonie in Deutschland verpflichtend?

In der Coronavirus-Impfverordnung der Bundesregierung werden der Anspruch auf Impfung sowie die Vergütung und die Rahmenbedingungen der Umsetzung geregelt. Eine staatlich verordnete Corona-Impfpflicht gibt es nicht.  Dementsprechend erfolgt die Impfung gegen das Virus auch in den Pflegeeinrichtungen der Diakonie ausschließlich auf freiwilliger Basis. Das gilt sowohl für die Bewohner*innen als auch für die Beschäftigten.

Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner nicht mehr in der Lage sind, selbst eine Entscheidung für oder gegen die Impfung zu treffen, wird sie von ihren Betreuerinnen, Betreuern, gesetzlichen Vertreterinnen und Vertretern oder Bevollmächtigten getroffen. Die Aufklärung über die Impfung und ihre Folgen sowie die ordnungsgemäßen Einwilligungserklärungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Impfteams.  https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html#c19744

Werben Sie als Diakonie bei Ihren Mitarbeitenden für eine Impfung? Wenn ja, über welche Kanäle?

Wir planen derzeit eine Impfkampagne für Pflegekräfte und in Sachsen haben wir einen Aufruf unter den Mitarbeitenden der Diakonie gestartet.

Haben Sie Informationen darüber, ob eine Impfung zu Hause auch durch mobile Impfteams erfolgen kann/wird?

Wir halten dies für erforderlich, vor allem so lange die Hausärzte noch nicht impfen können. Zum einen können nicht alle Anspruchsberechtigen, z. B. die über 80-jährigen pflegebedürftigen Menschen zu den Impfzentren gehen. Zum anderen könnten die mobilen Impfteams auch Tagespflegeeinrichtungen, ambulante Wohngemeinschaften aufsuchen oder das Personal der ambulanten Pflegedienste am Dienstort impfen. So könnte der Zugang zu den Impfungen niedrigschwelliger ermöglicht werden und die Impforganisation vereinfacht werden.

Wie bewerten Sie den Impfstart mit Blick auf über 80-Jährige und Pflegebedürftige, die in den eigenen vier Wänden wohnen?

Es ist es ungünstig, dass die Verfahren zur Terminvergabe in den Impfzentren in jedem Bundesland anders sind. In manchen Bundesländern muss man sich über eine Hotline selbst um einen Termin bemühen, in anderen wird man angeschrieben. Einige Bundesländer haben digitale Rückmeldeverfahren eingeführt, die von einigen alten Menschen nicht bedient werden können. Mitunter kommt es zu Schwierigkeiten, weil die pflegenden Angehörigen nicht gleichzeitig einen Impftermin im Impfzentrum bekommen und vor Ort wieder weggeschickt werden. Wir hoffen, dass diese Anfangsschwierigkeiten bald überwunden sind und die Impfzentren im großen Stil für die Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Halten Sie es für sinnvoll, pflegende Angehörige prioritär zu impfen, um eine Ansteckung pflegebedürftiger älterer Menschen zu verhindern (vor allem, wenn diese nicht sofort geimpft werden können)?

Wir meinen, dass pflegende Angehörige gemeinsam mit den pflegebedürftigen Menschen, die sie betreuen, geimpft werden sollten. Das vermeidet unnötige Wege und Infektionen.

Sie haben sich sehr für pflegende Angehörige eingesetzt. Wie sieht es mit deren Impfung aus?

Viele sind sehr besorgt und möchten schnell geimpft werden. Das wissen wir, weil viele sich in der Pressestelle gemeldet haben. Leider werden die Impftermine in jedem Bundesland anders verteilt. In Berlin muss man z.B. warten, bis man eine schriftliche Aufforderung erhält, in Brandenburg ruft man bei einer Hotline an. Das führt zu Verunsicherung, aber die örtlichen Gesundheitsämter wissen (meist) Bescheid. Ein wenig Geduld ist auch wichtig, weil nicht alle gleichzeitig drankommen können. Wir wünschen uns als Diakonie auch hier eine kohärente Impfstrategie, damit die Menschen nicht verunsichert sind und eine Perspektive haben, wann sie mit den Impfungen rechnen können. Wünschenswert ist hier eine klare und transparente Kommunikation.

Die aktuellen Beschlüsse von Bund und Ländern – auch zur Priorisierung der Gruppen – (bis Mitte Februar Impfungen in stationären Einrichtungen) deuten auch noch darauf hin, dass die Impfung in der häuslichen Pflege und der Pflegenden Angehörige noch dauern wird, man sich gedulden muss und wir als Diakonie nichts Konkretes sagen können.

Wir haben auf unserer Internetseite eine Info zu den Regelungen in den Bundesländern erstellt, die teilweise unterschiedlich sind. https://www.diakonie.de/journal/faq-zum-coronavirus

Weitere Infos rund ums Impfen: https://www.116117.de/de/corona-impfung.php

Können sich pflegende Angehörige, die Pflegebedürftige zu einem Impftermin begleiten/ bei einem Impfzentrums, direkt mit impfen lassen?

Die Organisation der Impftermine wird leider in allen Bundesländern anders geregelt. Daher gibt es kein einheitliches Vorgehen. Über Details aus den Ländern haben wir bisher keine Informationen. In der Regel erfolgt die Vergabe der Termine personenbezogen nach der Priorisierung in der Impfverordnung.

Vor welchen Herausforderungen stehen pflegende Angehörige in der Corona-Pandemie?

Die pflegenden Angehörigen müssen die Pflege oft völlig allein durchführen, was viele überfordert. Es braucht aufsuchende Unterstützung für pflegende Angehörige, nicht nur Angebote, die sie aktiv in Anspruch nehmen können. Überforderung führt zu einer emotionalen und körperlichen Erschöpfung, die weder für die pflegebedürftigen Menschen noch für die Pflegenden hilfreich ist. Es gibt kein strukturelles Hilfesystem für diese Menschen, die Pflege soll durch die Familie erfolgen.

Mehr Aufmerksamkeit wäre sicher gut, eine Reform der Pflegeversicherung wäre besser.

In der Impfverordnung stehen enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen auf Stufe 2 von 4. Ist das fair?

Das finden wir richtig und haben uns dafür ausgesprochen, dass pflegende Angehörige gleichzeitig mit den pflegebedürftigen Menschen geimpft werden können. Hinzu kommt, dass die engen Kontaktpersonen/pflegende Angehörige auch Priorität 1 haben können, wenn sie über 80 Jahre sind.

Wichtig ist, dass die Länder die engen Kontaktpersonen zeitnah darüber aufklären, wann sie einen Impftermin erhalten können und wie. Sie brauchen verlässliche Informationen und einen niedrigschwelligen Zugang zu den Impfungen.

Wir wünschen uns als Diakonie auch hier eine kohärente Impfstrategie, damit die Menschen nicht verunsichert sind und eine Perspektive haben, wann sie mit den Impfungen rechnen können. Wünschenswert ist hier eine klare und transparente Kommunikation.

 

Informationen zur Corona-Impfung in Leichter Sprache

Der Deutsche Bundestag hat mit der aktuellen Ausgabe der Parlamentszeitung eine Beilage zum Impfthema in Leichter Sprache veröffentlicht, die die Aufklärung und Informationsvermittlung zum Thema in den Diensten und Einrichtungen unterstützen kann.


https://www.diakonie-sachsen.de/weitere_themen_impfen_de.html