PM Archiv 25 vom 31.07.2025

Spendenbilanz 2024: Sachsen spendet über 2,2 Millionen Euro an Brot für die Welt

Radebeul, 31.07.2025 – Brot für die Welt kann weiter auf eine verlässliche Unterstützung aus Sachsen bauen. Das geht aus der heute veröffentlichten Spendenbilanz für 2024 hervor: Demnach stieg der Erlös aus Privatspenden und Kirchgemeindekollekten auf dem Gebiet der Landeskirche auf 2,259 Millionen Euro an. Die Summe liegt weiter auf hohem Niveau und bestätigt den steigenden Trend der Vorjahre. 2023 kam ein Erlös von 2,155 Millionen Euro zusammen, 2022 waren es 2,074 Millionen Euro.

Zu Beginn der Adventszeit 2024 startete Brot für die Welt seine 66. Aktion, die unter dem Motto „Wandel säen“ stand. Für die sächsische Landeskirche wurde die Aktion mit einem Gottesdienst in Sebnitz eröffnet. Dietrich Bauer, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen, dankt allen Spenderinnen und Spendern und sieht in dem erfreulichen Ergebnis ein Zeichen gelebter Solidarität. Er betont: „Noch immer leiden Hunderte Millionen Menschen unter Hunger und leben in extremer Armut. Gleichzeitig steht die globale Entwicklungsfinanzierung unter großem Druck. Auch in Deutschland ist es nicht mehr Konsens, dass eine starke Entwicklungszusammenarbeit notwendig ist – und an den Ausgaben soll weiter gespart werden. Angesichts von Krisen und wachsenden Herausforderungen ist das ein schlechtes Zeichen. Umso mehr zeigt das gute Spendenergebnis, dass vielen Menschen das Thema weltweite Gerechtigkeit weiterhin ein wichtiges Anliegen ist“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Bundesweit gingen bei Brot für die Welt im vergangenen Jahr 73,9 Millionen Euro an Privatspenden und Kirchgemeindekollekten ein. Zwar stieg der Erlös an Spenden und Kollekten um 4,6 Millionen Euro. Allerdings ist die Gesamtsumme im Vergleich zu 2023 mit 75,9 Millionen Euro leicht rückläufig. Das liegt daran, dass Brot für die Welt deutlich weniger Mittel vom „Bündnis Entwicklung hilft“ erhalten hat, da dort vor allem die Spendeneinnahmen für die Ukraine-Unterstützung rückläufig sind.

Daneben erhielt Brot für die Welt im vergangenen Jahr Mittel des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und Drittmittel. Das sind vor allem Gelder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt standen dem Hilfswerk der evangelischen Kirchen und Freikirchen für seine Arbeit 332,3 Millionen Euro zur Verfügung – rund 0,2 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das ist unter anderem auf mehr Einnahmen aus Nachlässen zurückzuführen

Brot für die Welt hat im vergangenen Jahr 2.919 Projekte gefördert. Regionale Schwerpunkte waren Afrika und Asien. Von den 332,3 Millionen Euro wurden 318,7 Millionen Euro ausgegeben. Insgesamt hat Brot für die Welt rund 91 Prozent der verwendeten Mittel, 289 Millionen Euro, für Entwicklungsprojekte eingesetzt. Für Werbe- und Verwaltungsaufgaben wurden rund 9 Prozent verwendet. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet den Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben als niedrig. Das ist die beste zu vergebende Kategorie.

Brot für die Welt setzt sich als Werk der evangelischen Landes- und Freikirchen und ihrer Diakonie seit 1959 für globale Gerechtigkeit, Ernährungssicherheit, Klimagerechtigkeit und Menschenrechte ein. Gemeinsam mit 1.500 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in fast 90 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft langfristig verbessern.

Pressekontakt:

Prokop Bowtromiuk, Pressesprecher Brot für die Welt, 030 65211 1599, prokop.bowtromiuk@brot-fuer-die-welt.de