07.04.2020

Kinder- und Jugendhilfe braucht sichere Finanzierungszusage!

Kathrin Harms / Laif

 

„Sachsen darf die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in der Krise nicht alleine lassen. Die Träger der Einrichtungen und Maßnahmen brauchen jetzt die verbindliche Zusage von Sozialministerin Petra Köpping, dass sie und die dort betreuten Kinder und Jugendlichen genauso verlässlich durchfinanziert werden wie die Kindertagesstätten!  Was Bildungsminister Christian Piwarz zugesichert hat, sollte Frau Köpping doch auch möglich sein und würde die bestehenden gravierenden Finanzierungsunsicherheiten ausräumen!“

Dietrich Bauer, Chef der Diakonie Sachsen, weist daraufhin, dass die stationäre Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe derzeit über die Maßen gefordert sind, da die dort lebenden Kinder und Jugendlichen weder Kita noch Schule besuchen könnten, also jeden Tag über 24 Stunden verlässlich betreut und begleitet werden müssen. „Das wird sichergestellt, ungewiss ist aber die Finanzierung der entstehenden Mehrkosten!“ Andererseits hätten wichtige ambulante Angebote und teilstationäre Einrichtungen in der Krise geschlossen werden müssen.  „Auch hier muss die Finanzierung sichergestellt sein, auch wenn diese wegen der Corona-Krise keine Leistungen erbringen können. Die Gelder sind in den öffentlichen Haushalten eingestellt. Diese Mittel müssen auch fließen, damit die Einrichtungen ihr Personal auch weiterhin bezahlen können! Für Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen, Therapeut*inne, die dort mit Herzblut immer für die Kinder da sind, muss es Sicherheit geben. Und es geht auch darum, dass die Einrichtungen ihre Arbeit nach der Krise im Sinne der Kinder reibungslos wiederaufnehmen können!“  

Bauer appelliert an Köpping: „Frau Ministerin lassen Sie die Menschen, die immer für die Kinder und jungen Menschen da sind, jetzt nicht alleine!“



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