Spendensammlung

©Diakonie/Francesco Ciccolella

 

"Glaubst du, dass es Wege aus der Schuldenfalle gibt?" - Schuldnerberatung

Wer von Ihnen hat in seinem Leben schon einmal Schulden gemacht? Sei es für ein Getränk im Café, wenn das Kleingeld fehlt, für den Kauf des ersten Autos oder gar für die eigenen vier Wände. Schulden zu machen oder Kredite aufzunehmen, ist heutzutage ein ganz normaler, erwünschter und oft notwendiger Vorgang. Ohne ihn würde das System Marktwirtschaft nicht funktionieren. Überschuldung tritt jedoch ein, wenn man den laufenden Forderungen nicht mehr gerecht werden kann. Sie ist nicht einfach das Resultat individueller Probleme oder Unfähigkeit, mit Geld umzugehen, sondern vor allem Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels, der von vielen Menschen nicht mehr ohne Schwierigkeiten vollzogen werden kann. Die Corona-Pandemie stellt Menschen zusätzlich vor neue finanzielle und manchmal auch existenzielle Herausforderungen.

Die Herbstsammlung der Diakonie Sachsen und der Evangelischen Landeskirche Sachsen widmet sich im November genau diesen Menschen.

Mit den Spenden soll das Angebot der Schuldnerberatung aufgestockt und mobiler gemacht werden. Wir möchten die Berater*innen mit notwendigem Equipment für die mobile Beratung ausstatten. Dazu gehören ein Laptop, ein Handy, ein mobiler Scanner und Drucker. Außerdem möchten wir die Beratungszeiten flexibler gestalten, sodass die Personen zu Hause aufgesucht und unterstützt werden können.

Spendenkonto: IBAN: DE15 3506 0190 1600 3000 12 Kennwort: Schuldnerberatung oder per Online-Spende

 

So helfen Ihre Spenden - Ein Fall aus der Praxis

Frau und Herr Müller sind seit einigen Jahren in Beratung. Sie haben 4 Kindern und leben seit langen Jahren von ALG II. Das Monatsbudget konnte Dank Beratung stabilisiert werden. Für die Zukunft ist ein Insolvenzverfahren geplant. Nach einem Schlaganfall ist Herr Müller schwer pflegebedürftig. Frau Müller hat die Betreuung für ihren Mann übernommen. Sie erhält pflegerische Unterstützung von einem Pflegedienst. Jedoch kann sie ihren Mann nicht mehrere Stunden allein zu Hause lassen. Um mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Beratungsstelle zu kommen, müsste sie zuerst eine halbe Stunde zum Busbahnhof laufen, danach mit dem Bus in die nächste große Stadt fahren, was erneut über eine halbe Stunde dauert und anschließend zur Beratungsstelle laufen. Damit wäre Frau Müller insgesamt über 3 Stunden für eine Beratung unterwegs. Dies ist in ihrer Situation nicht machbar.

Eine Lösung ist die Beratung von Frau Müller zu Hause, welche wir mit ihren Spenden gerne ermöglichen möchten.

Die Beratenden sagen dazu
„Es wäre sehr schön, wenn wir Frau Müller zu Hause besuchen könnten und alle Unterlagen dabei hätten. Dazu benötigen wir einen mobilen Kopierer, um die Belege und Rechnungen gleich kopieren zu können. Da manche Ratsuchende viele Forderungen haben, sind wir mit zwei bis drei A4-Ordnern unterwegs. Um eine gute Beratung zu leisten, müssen wir bei Nachfragen in den Unterlagen nachsehen können. Dazu wäre ein Laptop sehr praktisch. Die Anschaffung der Geräte würde uns die Arbeit sehr erleichtern. Frau Müller könnte sich den Weg in die Beratungsstelle sparen und mehr Zeit für die Pflege Ihres Mannes haben.“

 

Hinweise - Fakten - Tipps zu Thema Schulden

Was bedeutet Überschuldung? Was kann ich bei Mietschulden tun? Was verstehe ich unter P-Konto, Pfändung, Stundung u.v.m.? Wie erstelle ich einen Haushaltsplan? Viele Fragen - wir haben Ihnen eine Übersicht mit nützlichen Hinweisen und Informationen zusammengestellt mehr lesen

 

Weitere Informationen

In den 18 Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen der Diakonie Sachsen konnten in 2018 ca. 3 500 ver- bzw. überschuldeten Personen von 24 Schuldnerberater*innen kontinuierlich beraten werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Gesamtzahl der Beratenen um mehr als 200 Fälle, Tendenz weiterhin steigend. Zum Angebot und den Beratungsstellen in Ihrer Region können Sie sich unter Schuldnerberatung informieren.

Rotraud Kießling
Referentin Schuldnerberatung, Straffälligenhilfe, Wohnungsnotfallhilfe
T +49 351 8315-178
rotraud.kiessling(at)diakonie-sachsen.de

 

Hintergrund der Sammlung

Die Haus- und Straßensammlung der Ev.-Luth. Landeskirchen Sachsen für Ihre Diakonie findet jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst statt.
Viele Sammlerinnen und Sammler sind mit Sammeldosen unterwegs. Es werden Spenden für die diakonische Arbeit in Sachsen gesammelt.
Der Sammlungszweck wird für jede Sammlung neu bestimmt und durch den Diakonischen Rat der Diakonie Sachsen beschlossen.
Auf der Grundlage einer Förderrichtlinie können Einrichtungen und Dienste eine finanzielle Förderung beantragen.

Informationen und Materialien für Kirchgemeinden


https://www.diakonie-sachsen.de/ich_moechte_helfen_strassensammlung_de.html