In der sächsischen Landeskirche startet die 31. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. Die Spenden, die in diesem Jahr gesammelt werden, kommen der Drogenpräventions-Arbeit der Stiftung „Neue Familie“ im ukrainischen Czernowitz/Tscherniwzi zugute. Die Arbeit der Stiftung ist auf Spenden angewiesen und wird von verschiedenen Partnerorganisationen unterstützt. Zu ihnen zählt auch der Verein „Partnerschaft mit Osteuropa e.V.“ aus Coswig bei Dresden.
Eröffnet wird die 31. Aktion am 8. März, 10:30 Uhr, in einem Gottesdienst im Gemeindezentrum Coswig (Ravensburger Platz 6, 01640 Coswig). Unter anderem werden Mitglieder des Vereins „Partnerschaft mit Osteuropa“ ihre Arbeit in der Ukraine vorstellen. Der Verein ist seit 1991 aktiv. Die Arbeit konzentrierte sich zunächst auf mehrere Projekte in Rumänien. Seit 2009/2010 unterstützen die Mitglieder zwei Einrichtungen in der Ukraine; ein Kinderheim in Krakowez und die Stiftung „Neue Familie“ in Czernowitz/Tscherniwzi.
Der Vereinsvorsitzende, Michael Müller, sagt: „Die Stiftung ‚Neue Familie‘ unterstützt in der Hauptsache Kinder, deren Eltern drogenabhängig sind. Das geschieht durch Aufklärungskampagnen, Selbsthilfegruppen und ein dafür eingerichtetes Tages-Rehazentrum. Es werden auch Schulen besucht und eine Prophylaxe in den Anfangsklassen und bei Teenagern durchgeführt. Zu den Angeboten zählt auch eine Berufsausbildung für suchtkranke Frauen. Eine Ersatztherapie und Bezahlung der Rehabilitation sind eingeschlossen“, so der Vorsitzende.
Angesichts des Krieges in der Ukraine steht die Arbeit der Stiftung „Neue Familie“ vor neuen Herausforderungen. Denn wegen der großen psychischen Belastungen steigen auch die Risiken für den Substanz- und Drogenkonsum. Das Präventionsprogramm richtet sich an ein junges Publikum. Dazu zählen zum Beispiel Kinder, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen oder Jugendliche, die wieder ohne Drogen leben wollen. Die Programme bestehen aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen, sind individuell zugeschnitten und dauern bis zu zwölf Monate.
„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine gemeinsame Sammelaktion von Landeskirche und Diakonie. Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in einem großen Teil der evangelischen Landeskirchen weitergeführt. Mit den sächsischen HfO-Aktionen wurden in den vergangenen Jahren Spenden für Projekte unter anderem in Weißrussland, Litauen und Rumänien gesammelt.
Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“, KD Bank – Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD, Verwendungszweck: „31. Aktion HfO“
