Werkstatt W13

 

Christen und die AfD

Ist die AfD eine Alternative?

Petra Schickert, Dipl. Soz.-Päd. (FH)
Jana Martin, Schuldnerberaterin, Diakonie Marienberg

Die AfD sitzt im Sächsischen Landtag und im Deutschen Bundestag. Über 20 Prozent der Sachsen haben zur Bundestagswahl 2018 der AfD ihre Stimme gegeben. Viele Menschen glauben, dass die AfD auf soziale Fragen und migrationspolitische Herausforderungen die richtigen Antworten hat. Was macht die AfD für Christinnen und Christen attraktiv? Welche Positionen vertritt diese Partei zu sozialen und migrationspolitischen Themen? Wie gehen wir mit Mandatsträger*innen der AfD um? Welche Gesprächsformate sind für die Auseinandersetzung mit Kommunal- und Landespolitiker*innen der AfD geeignet? Worauf sollte man achten? Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam in dem Workshop bearbeiten. Ausgangspunkt sollen die von den Teilnehmenden gemachten Erfahrungen im Umgang mit der AfD im eigenen Arbeitskontext oder im lokalen Umfeld sein.

Petra Schickert, Dipl. Soz.-Päd. (FH)
Ich bin seit 2001 Mitarbeiterin im Mobilen Beratungsteam Mitte-Ost des Kulturbüro Sachsen e.V. Das Kulturbüro Sachsen e.V. berät seit 2001 lokale Vereine, Initiativen, Kirchgemeinden, Netzwerke, Schulen, Firmen sowie Kommunalpolitik und -verwaltung in Sachsen mit dem Ziel, Ideologien der Ungleichwertigkeit eine aktive, demokratische Zivilgesellschaft entgegenzusetzen. Ein aktueller Arbeitsschwerpunkt ist der Umgang mit Rechtspopulismus und der „Neuen Rechten“ u.a. im kirchlichen Kontext. Seit 2011 bin ich Mitglied im Sprecher*innenrat der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus – aktiv für Demokratie und Menschenrechte (BAG K+R), die das Kulturbüro Sachsen mitgegründet hat.

Jana Martin, Schuldnerberaterin, Diakonie Marienberg
Ich bin Teamleiterin der Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes Marienberg. Demokratie, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Wertschätzung der Menschen sind für mich wichtige Werte in unserer Gesellschaft, wahrscheinlich sogar die Grundsteine. Als ich 2014 meine Ausbildung als Demokratiestifterin bei der Diakademie in Moritzburg abschloss, konnte noch keiner die Entwicklung der letzten Jahre in Sachsen ahnen: Flüchtlingskrise, Pegida, Verunsicherung der Bevölkerung, Toleranz von rechten Demonstrationen, die Popularität der AfD u. v. m. Dass die Ausbildung für mich und mein Umfeld an solcher Bedeutung gewinnen würde, habe ich nicht geahnt. Mein Wissen kann ich im privaten, sowie dienstlichen Kontext anwenden.
Die AFD ist eine mit vielen Stimmen gewählte, also mittlerweile ernstzunehmende Partei in unserer politischen Struktur. Aber sind die Ziele dieser Partei wirklich das, was wir wollen?

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