Diakonie Sachsen
Jessica Schwabe und Gabi Appelbohm, Leiterin der mobilen Jugendhilfe der Diakonie Plauen

Sterntaler haben ihren Berufweg gefunden

maximilian_popp_483.jpg„Das gelebte Leben der alten Menschen und ihre Erfahrungen – das hat mich von Anfang an fasziniert und letztlich auch dazu bewogen, Altenpfleger zu werden! Den pflegebedürftigen Menschen ein Ohr zu leihen und mit ihnen gemeinsam daran zu arbeiten, die verbliebenen Ressourcen und Möglichkeiten möglichst lange zu erhalten, ist eine tolle Sache!“ Maximilian Popp, ein hochgewachsener 18jähriger, der gerade im dritten Jahr die Berufsausbildung zum Altenpfleger absolviert, strahlt Ruhe, Gelassenheit und Einfühlungsvermögen aus. Trotzdem: Wie kommt ein junger Mann auf die Idee, Altenpfleger zu werden? „Na ja, zum ersten Mal war ich im Rahmen meines schulischen Sozialpraktikums hier im „Maria Magdalenen Haus“. Und das hat mir gut gefallen.“ Das Altenpflegeheim „Maria Magdalenen Haus“ in Weischlitz bei Plauen ist ein kleines und fast familiär geführtes Haus der Stadtmission Plauen mit nur 42 Betten. Man versteht auch als Besucher sofort, warum sich Bewohner und Mitarbeitende hier gleichermaßen wohl fühlen.

Obwohl damals erst 14 Jahre alt, konnte sich Maximilian Popp vorstellen, später einmal in der Pflege zu arbeiten. „Dann habe ich meinen Berufswunsch noch einmal überprüft und bin in den nächsten Sommerferien für zwei Wochen als Sterntaler zurückgekommen.“ Die Sterntalerzeit hat ihn bestärkt. „Und für uns war klar, dass wir den Max unbedingt als Azubi haben wollten“, schmunzelt Heimleiterin Christina Kliche. „Der Max war schon als Praktikant einfach richtig klasse – und die alten Menschen haben sich natürlich auch darüber gefreut, es mal mit einem jungen Mann zu tun zu haben!“

Wenn Maximilian seine Ausbildung im nächsten Jahr beendet haben wird, will er zunächst im „Maria Magdalenen Haus“ weiterarbeiten. Er guckt fragend zu Heimleiterin Kliche. „Ja, das wird wohl klappen“, meint diese.


Die Geschichte von Maximilian Popp freut auch Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen. „Das ist genau die Idee, die wir mit der Sterntalerzeit seit neun Jahren verfolgen: Junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren sollen die Sommerferien dazu nutzen, sich einmal in einem ganz anderen Umfeld erleben und spüren, dass soziale Arbeit Sinn macht und wie dankbar Hilfen angenommen werden. Ein oder zwei Wochen lang in einer Einrichtung oder einem Dienst neue Erfahrungen im Umgang mit Menschen machen, die besonderer Hilfe bedürfen, kleine Aufgaben übernehmen und so Berufsbilder aus erster Hand kennen lernen. Sogar Erfahrungen in einem künftigen Berufsfeld sind möglich. – wie bei Maximilian Popp.“


jessica_schwabe_998.jpgAuch für Jessica Schwabe war die Sterntalerzeit eine wichtige Erfahrung, die ihren Berufswunsch nachhaltig beeinflusste. „Dass ich mal mit Menschen arbeiten möchte, war mir schon immer klar. Aber, dass ich mit Kindern so gut kann, war mir neu.“ Sie machte ihr schulisches Sozialpraktikum in einer Elterninitiative, die Eltern mit Kindern mit Behinderung entlastet. Danach war sie noch zweimal „Sterntalerin“ bei Gabi Appelbohm, die bei der Stadtmission Plauen die mobile Jugendarbeit verantwortet. „Wir bieten alljährlich in den Sommerferien eine Ferienspaßwoche für Grundschüler an und dabei brauche ich Unterstützung!“ Jessica Schwabe sagt: „Es hat mit so gut gefallen, mit den Kindern zu arbeiten, dass ich im nächsten Jahr gleich nochmal mitgemacht habe. Es ist so etwas Schönes!“ Zurzeit „baut“ sie in Leipzig ihr Fachabitur in Sozialwesen, danach bricht sie zu einem Bachelor-Studium der Heilpädagogik nach Münster auf.


So wie Jessica Schwabe und Maximilian Popp haben fast 1300 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 -12 sachsenweit in den Sommerferien 2015 wieder die Möglichkeit, ein oder zwei Wochen lang in den Diensten und Einrichtungen der Diakonie zu „schnuppern“. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:

Kindergärten,

Altenpflegeheime,

Sozialstationen,

Familienzentren,

Werkstätten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten als Anerkennung Gutscheine im Wert von 30 Euro pro Woche und ein Zertifikat über die geleistete Arbeit.

Die Diakonie Sachsen startet das Projekt „Sterntaler*zeit“ in den Sommerferien 2015 zum neunten Mal. „Ob die Sterntaler*zeit als erste Orientierung in Sachen Berufswahl, als Ferienarbeit oder als Einstieg ins Ehrenamt genutzt wird – es soll für die jungen Menschen auf jeden Fall eine gute Zeit werden!“, so Diakonie-Chef Christian Schönfeld.

www.sterntalerzeit.de

 
 
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