Diakonie Sachsen
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Spendensammlung Frühjahr 2012

Miteinander Vielfalt Leben

Behindert werden – das geht uns alle an

Die Erfahrung, behindert zu werden, kennt jeder und leidet darunter. Aber auch die Erfahrung, irgendwann im Laufe seines Lebens aufgrund von Krankheit oder Alter ein Mensch mit Behinderung zu werden, wird den meisten nicht erspart bleiben. Insofern geht uns das Thema „Behindert werden“ alle an.

„Menschen mit Behinderungen sollen überall mitmachen dürfen. Und sie sollen überall dabei sein können, zusammen mit nicht behinderten Menschen: in Kindertagesstätten, Schulen und Betrieben, in Sportvereinen oder im Internet. Heute gibt es noch viele Hürden. Behinderte Menschen werden immer noch ausgegrenzt. Oft merken das Menschen ohne Behinderung gar nicht, weil sie nie mit behinderten Menschen zu tun hatten. Das muss sich ändern.“

So beschreibt Hubert Hüppe, der Beauftragte der Menschen für Behinderung der Bundesregierung, seine Vorstellung von einer „inklusiven Gesellschaft“.

Roman Eichler vor dem Einsatzfahrzeug der FFW Radeberg

Zum Beispiel Roman Eichler aus Radeberg.

Selbstverständlich dazugehören, wie beglückend diese Erfahrung für einen Menschen mit Behinderung ist, kann man am Gesicht Roman Eichlers (27) ablesen: Seit zwei Jahren ist er Mitglied bei der „Freiwilligen Feuerwehr“ in Radeberg. Den Aufnahmeantrag hat der junge Mann, der seit seinem 10. Lebensjahr im Sächsischen Epilepsiezentrum Radeberg gGmbH lebt, völlig selbständig gestellt. Seitdem geht er jeden Freitagabend zum Dienst in die Radeberger Feuerwache. Selbstverständlich hat er den vorgeschriebenen Grundlehrgang absolviert und eine Abschlussprüfung abgelegt. “Mit einer Eins!“ Das sagt der selbstbewusste Mann, der an einer Seh-, Lese- und Schreibschwäche leidet, mit großem Stolz. Dennoch hat es Annett Hanschmann, stellvertretende Wehrleiterin, einige Überzeugungsarbeit bei den Kameraden der Feuerwehr gekostet, ehe klar war: „Der Roman gehört jetzt zu uns und er ist bei den Einsätzen soweit das machbar ist, dabei!“ Jetzt, da allen klar sei, dass man sich auf den jungen Mann absolut verlassen könne, sei das Thema Behinderung auch keines mehr. „Aber am Anfang war es nicht einfach.“ Die junge Frau, die auch als Jugendfeuerwartin für den Nachwuchs zuständig ist, freut sich, dass das Miteinander so selbstverständlich geworden ist.

Selbstverständlich miteinander Vielfalt leben – nicht nur in der Freizeit und beim Ehrenamt auch im Arbeitsleben sollen behinderte und nichtbehinderte Menschen beieinander sein. Das wünscht sich Roman Eichler, der beruflich als Lagerist in der Werkstatt des Epilepsiezentrums Kleinwachaus arbeitet, ganz besonders: „Mit unbehinderten Menschen zusammenarbeiten“ – das ist seine Vorstellung von Inklusion.

 

Deshalb unterstützt die Diakonie Sachsen mit den Spenden der Frühjahrssammlung 2012 Projekte, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam etwas in Bewegung setzen, das dem selbstverständlichen Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen dient. Ob bei der Arbeit im Unternehmen, im Bereich der Bildung, Freizeit oder Kultur. Zentraler Bezugspunkt dabei ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.

Bitte unterstützen Sie diese wichtige Arbeit mit Ihrer Spende – damit auch Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf mehr selbstbestimmte und selbstverständliche Teilhabe ermöglicht wird!

Vielen Dank!

Konto: 16 00300 012

BLZ: 350 601 90

Bank für Kirche und Diakonie - LKG Sachsen

Kennwort: Inklusion

oder per

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