07.02.2019

25. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ startet

 

Spenden kommen Projekt in Tschechien zugute

In Sachsen startet die 25. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. 2019 kommen die Spenden einem Mutter-Kind-Heim im tschechischen Dolni Podluži zugute. Eröffnet wird die Spendensammlung am 17. Februar, 14:00 Uhr mit einem Gottesdienst in Spitzkunnersdorf (Oberlausitz). Die Predigt hält Sachsens Diakoniechef Dietrich Bauer. In dem Gottesdienst wird von den Beteiligten auch das Förderprojekt in Tschechien vorgestellt. Die evangelischen Christen in Spitzkunnersdorf gehören der Kirchgemeinde „Am Großen Stein Seifhennersdorf“ an, die einen Förderantrag an „Hoffnung für Osteuropa“ gestellt hatte.
Es ist gute Tradition, dass „Hoffnung für Osteuropa“ an jenem Ort eröffnet wird, wo die geförderte Partnerschaft ihre Ursprünge hat. Die ehemalige Kirchgemeinde Spitzkunnersdorf, der dortige Verein Nikolaikirche e.V. sowie weitere Einwohner und Unternehmen der Region setzen sich seit vielen Jahren für bedürftige Menschen im nahen Tschechien ein. Von Anfang an wurde auch das 2014 von einem freien Träger gegründete Mutter-Kind-Heim des Heiligen Vinzenz von Paul in Dolni Podluži (www.svinc.cz) unterstützt. So werden regelmäßig in der Passionszeit, zu Erntedank und im Advent Dinge des täglichen Bedarfs für die Einrichtung gesammelt.
„Menschen unterschiedlicher Herkunft und Motivation, evangelisch, katholisch und ohne kirchliche Bindung tragen freiwillig zu einem Stück Hoffnung bei“, sagt Kristina Friedrich, die von Spitzkunnersdorf aus den Kontakt nach Tschechien hält. Das Heim in Dolni Podluži bietet für benachteiligte Mütter mit Kindern in schwierigen Lebenssituationen geschütztes Wohnen sowie umfassende Unterstützung und Förderung an. Ziel ist es, die zum Teil mittellosen Mütter und ihre Kinder auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.
Die Spenden von „Hoffnung für Osteuropa“ werden für die Anlauffinanzierung eines sozialtherapeutischen Projektes benötigt. Dabei nimmt in einem Nebengebäude eine kleine Bäckerei mit Café ihre Arbeit auf, um Erzeugnisse für den Eigenbedarf sowie für weitere Projekte des Trägervereins herzustellen. Die Bewohnerinnen werden unter sozialpädagogischer Begleitung in den Betrieb einbezogen, um nach und nach wieder in einen festen Tagesablauf zu finden. Mit der Zusammenarbeit in einem Team sowie der Übernahme von Aufgaben und Verantwortung sollen sie neue Anerkennung finden und ihr Selbstbewusstsein stärken.
Ein Teil der vorbereitenden Arbeiten für das Projekt konnte bereits durch Eigenleistungen und unentgeltliche Handwerkerleistungen abgedeckt werden. Hinzu kommen Sachspenden. Daneben wird nach dem Start auch Geld für die Betriebs- und Personalkosten benötigt. Nach einer einjährigen Anlaufzeit soll die Bäckerei auch eine staatliche Förderung erhalten.
„Hoffnung für Osteuropa“ ist eine jährliche Sammelaktion innerhalb der sächsischen Landeskirche, die von der Diakonie koordiniert wird. Die einstmals bundesweite Spendensammlung wurde 1994 ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren wird sie dezentral in einem großen Teil der evangelischen Landeskirchen weitergeführt. Innerhalb von „Hoffnung für Osteuropa“ wurde in Sachsen in den vergangenen Jahren Geld für soziale Projekte unter anderem in Weißrussland, Russland und Rumänien gesammelt.
Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“, LKG Sachsen – Bank für Kirche und Diakonie, IBAN:  DE20 3506 0190 0100 1004 44, BIC: GENODED1DKD
Weitere Informationen: Marius Zippe, Referent bei der Diakonie Sachsen, 0351-8315129, marius.zippe(at)diakonie-sachsen.de


http://www.diakonie-sachsen.de/pressemitteilungen_25_aktion_hoffnung_fuer_osteuropa_startet_de.html