Diakonie Sachsen
Landesbischof Bohl bei der Herrnhuter Diakonie in der Oberlausitz

26.11.2014 | Landesbischof Jochen Bohl besucht die Diakonie Sachsen

In der letzten großen Visitation seiner Amtszeit besucht Landesbischof Jochen Bohl die Diakonie Sachsen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Visitation der Diakonie Sachsen gilt“, sagt Christian Schönfeld, Direktor des Diakonischen Amtes. „Damit schließt sich für den Landesbischof auch ein Kreis: Von 1995 bis 2004 war er selbst Direktor der sächsischen Diakonie. Jetzt sind zehn Jahre vergangen und wir freuen uns darauf, dem Landesbischof zu zeigen, wie sich Diakonie weiterentwickelt hat.“

Vom 26. bis zum 29. November 2014 trifft Bohl mit Einrichtungsträgern, Geschäftsführern, Vorstand, Diakonischem Rat und Mitarbeitenden zusammen, um sich über diakonische Arbeitsfelder und ihre spezifischen Herausforderungen zu informieren. Dabei besucht er auch Einrichtungen und Dienste vor Ort. Im Rahmen der Visitation wird er mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Es stehen Besuche unter anderem in der Herrnhuter Diakonie, in diakonischen Einrichtungen in Bautzen, Zittau, Radebeul, Annaberg-Buchholz und Leipzig an.

Auftakt der Visitation ist am 26. November das Zusammentreffen des Landesbischofs mit den Geschäftsführern der Diakonie Sachsen in der Evangelischen Hochschule in Dresden. In einer ‚Aktuellen Stunde‘ werden Herausforderungen der diakonischen Arbeitsfelder angesichts des demographischen Wandels, der sich verfestigenden Armut sowie Wege in eine inklusive Gesellschaft thematisiert.

Letzteres wird schon am Mittwochnachmittag ab 14:00 Uhr im ostsächsischen Herrnhut vertieft, wo sich Landesbischof Bohl über den Fortgang des Pilotprojekts der Herrnhuter Diakonie zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung informiert. Der Schwerpunkt des Besuchs soll in der Begegnung mit beteiligten Akteuren vor Ort liegen. Dabei sollen Fragen nach den vereinbarten Zielen, noch vorhandenen Hürden und die Veränderungen, die Menschen mit Behinderung bereits spüren, im Mittelpunkt stehen.

Im Anschluss daran wird er sich über die Crystal–Problematik im grenznahen Bereich in Kenntnis setzen lassen. Crystal ist zurzeit die Herausforderung der Suchtkrankenhilfe. Dazu wird ihm im „come back e.V.“ in Zittau vor allem die offene, ambulante Arbeit vorgestellt. Schwerpunkt des Besuchs soll die Begegnung mit jungen Menschen sein, die von Come-back e.V. Zittau betreut und begleitet werden.

Beim Abendbrot in einem diakonischen Altenheim in Bautzen trifft die Delegation aus der Landeskirche auf den Diakonieratsvorsitzenden und Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, Christian Schramm, und weiteren Mitgliedern des Diakonischen Rates.

Am Donnerstag gibt es ein Gespräch mit den Verantwortlichen des Diakonischen Amtes in Radebeul. Die Herausforderung und Zukunft der kirchlich-diakonischen Kindergartenarbeit steht hier im Fokus.

Um 13:00 Uhr eröffnet Landesbischof Bohl die 21. Aktion „Stollenpfennig“ vor dem ‚Bäckeraltar‘ in der St. Annenkirche in

Annaberg-Buchholz. An der speziell sächsischen Aktion beteiligen sich 600 Bäcker und bitten ihre Kunden, das Wechselgeld in Spendendosen einzuwerfen. Die Erlöse kommen zusätzlich der evangelischen Spendeninitiative „Brot für die Welt“ zu Gute.

Beim Gespräch mit den Geschäftsführern des Verbundes „Diakonie Erzgebirge“ soll im Besonderen auf die sozioökonomische Situation im Erzgebirge eingegangen werden.

Freitag, 28. November, besucht Bohl ab 10:30 Uhr eine modellhafte Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz in Meißen und spricht mit leitenden Mitarbeitenden über fortschrittliche Konzepte in der Altenpflege und erkundigt sich über Hemmnisse, die der weiteren Umsetzung entgegenstehen.

Nach der Fahrt zum Seehaus Störmthal bei Leipzig steht der Besuch von straffällig gewordenen Jugendlichen im Offenen Jugendstrafvollzug auf dem Programm. Möglichkeiten und Chancen der Kriminalitätsprävention bei Kindern und Jugendlichen sollen erörtert werden.

Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Gottesdienst in der Philippuskirche in Leipzig, zudem alle Mitarbeitenden der Diakonie herzlich eingeladen sind.

 
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