Diakonie Sachsen
Freiwillige Feuerwehr Sebnitz erhält am 20.11.14 zusätzliche Flutausstattung von der Diakonie Katastrophenhilfe, 1.v.r. Sebnitzer Oberbürgermeister Mike Ruckh, 2.v.r. stellvertretender Stadtwehrleiter Ulli Szlosarek, 3.v.r. Koordinator der Fluthilfe der Diakonie Katastrophenhilfe, Stefan Schröer, 5.v.r. Kaufmännischer Vorstand der Diakonie Sachsen, Friedhelm Fürst; Fotograf: Matthias Rietschel

20.11.2014 | Fluthilfe: Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Hochwasservorsorge

Freiwillige Feuerwehren erhalten zusätzliche Ausrüstung / Übergabe für Sachsen startete in Sebnitz

Zur Hochwasservorsorge in Deutschland unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit den Diakonischen Werken in Sachsen und Mitteldeutschland rund 200 Freiwillige Feuerwehren in den Flut geschädigten Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Bayern und Schleswig-Holstein. Sie erhalten Ausrüstungsgegenstände, um ihre ehrenamtlichen Hilfskräfte besser für den Katastrophenfall auszustatten. Für Sachsen startete die Übergabe am heutigen Donnerstag in Sebnitz (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)

Dort erhielt die Freiwillige Feuerwehr unter anderem 13.000 Sandsäcke, Hochwasserpumpen, Regenjacken, Schlammsauger, eine Sandsackfüllmaschine sowie ein Flachwasserboot. „Neben der Hilfe für die direkt von der Flut Betroffenen investiert die Diakonie Katastrophenhilfe mit ihren Partnern in die Vorsorge. Das Hochwasser im Sommer 2013 hat gezeigt, dass die ersten Helfer vor Ort zumeist die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sind“, sagt Stefan Schröer, Fluthilfe-Koordinator der Diakonie Katastrophenhilfe. Die Freiwilligen Feuerwehren stellen einen Großteil des Brandschutzes in Deutschland sicher. Für Überschwemmungen wie sie sich in den Jahren 2002 und 2013 ereignet haben, ist eine Ausstattung mit Spezial-Ausrüstung notwendig. „Diese kann nicht allein von den Kommunen getragen werden“, so Schröer.

Bundesweit ehrenamtliche Kräfte stärken

Bei der Juniflut 2013 waren Tausende Helfer der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Sie waren für die Organisation von Sandsäcken und mobilen Deichsystemen sowie für das Auspumpen von Kellern und Gebäuden zuständig. Vor Ort unterstützten sie zudem Evakuierungen und die Lebensmittelversorgung. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt insgesamt rund 300 unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände zur Verfügung. Verteilt werden zum Beispiel 100 Pumpen, 20 Rettungsboote, 20 Sandsackfüll-Maschinen, 7.000 Meter Feuerwehrschlauch zum Auspumpen, rund 500 Paar Gummistiefel und 100 Wathosen. Die Übergabe der Hilfsgüter startete heute auch in Schleswig-Holstein und wird bis Ende Januar 2015 bundesweit fortgeführt.

Mit Hilfsgütern im Wert von 2,5 Millionen Euro werden zunächst 200 Freiwillige Feuerwehren bundesweit unterstützt. Die diakonischen Landesverbände Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt und Thüringen) sowie Sachsen übernehmen davon je 100.000 Euro. In Sachsen erhalten 45 Freiwillige Feuerwehren und eine Wasserwehr Ausstattung im Wert von insgesamt rund 353.000 Euro. Allein in der Region Sächsische Schweiz- Osterzgebirge werden 16 Freiwillige Feuerwehren mit Gegenständen für insgesamt 157.000 Euro ausgerüstet.

Die Stärkung lokaler, ehrenamtlicher Kräfte, die im Katastrophenfall einen schnellen und effektiven Einsatz ermöglichen, ist ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe. „In enger Zusammenarbeit mit den Kommunen ist es wichtig den Bedarf zu ermitteln. Die Investition in Vorsorge kann im Katastrophenfall millionenfachem Schaden vorbeugen“, so Friedhelm Fürst, Kaufmännischer Vorstand des Diakonischen Werkes Sachsen.

An der Elbe erreichten die Pegel im Juni 2013 wieder Höchststände. „Die Kameradinnen und Kameraden der Sebnitzer Wehr leisten wertvolle Hilfe. Hochwasserschutz ist für uns ein zentrales Thema. Eine adäquate Ausstattung ist unerlässlich, damit sich die dramatischen Ereignisse der Sommerflut 2013 nicht wiederholen“ so Oberbürgermeister Mike Ruckh. Die Freiwillige Feuerwehr Sebnitz hat 220 ehrenamtliche Helfer.

Weitere Informationen: Diakonie Katastrophenhilfe, Pressesprecherin Anne Dreyer, Tel.: 030 65211 4430, anne.dreyer@diakonie-katastrophenhilfe.de

 
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