Diakonie Sachsen
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25.02.2014 | Diakonie Sachsen hilft weiterhin Flutgeschädigten / Mitarbeiter nehmen Spendenanträge entgegen / Informationsveranstaltungen geplant

Die Diakonie Sachsen fördert Geschädigte der Juni-Flut von 2013 weiterhin mit Spendenmitteln und unterstützt Bedürftige dabei, Anträge auf Förderung zu stellen. Vielerorts mussten Gebäude lange Zeit getrocknet werden und der Wiederaufbau ließ auf sich warten. Mitarbeiter der Diakonie-Katastrophenhilfe sind nach wie vor in den sächsischen Flutgebieten an Elbe und Mulde unterwegs. Sie gehen dort von Tür zu Tür, um Geschädigte direkt anzusprechen, gezielt über die Vergabe von Spendenmitteln zu informieren und nehmen Anträge auf finanzielle Zuwendung entgegen.

Meist sind die Reaktionen auf die Besuche positiv. Denn für viele Menschen in den Flutgebieten ist das Hochwasser noch ein großes Thema, das noch lange nicht abgeschlossen ist. Bislang unterstützte die Diakonie Sachsen mit Spenden 99 flutgeschädigte Haushalte mit insgesamt 625 000 Euro. Ausgegeben wurde das Geld häufig für das Nötigste. So wurden Heizungen repariert oder Wände neu verputzt. Insgesamt spricht der kaufmännische Vorstand der Diakonie, Friedhelm Fürst, aber von der einer „großen Zurückhaltung bei den Anträgen“.

Er sagt: „Viele Menschen sind nicht allein in der Lage, die Anträge mit ihren vielen bürokratischen Voraussetzungen für die Sächsische Aufbaubank (SAB) auszufüllen. Sie benötigen Hilfe und Unterstützung, die die Diakonie auch gerne gibt. Allerdings halten sich Betroffene, die bereits 2002 Erfahrungen mit der Antragsstellung bei der SAB machten und später mit Rückforderungen konfrontiert wurden, sehr zurück. Diesen Menschen Mut zu machen, den Antrag jetzt trotzdem zu stellen und durch entsprechende Unterlagen zu untersetzen, damit eine positive Bearbeitung erfolgt, ist echte Überzeugungsarbeit.“

Anträge auf Wiederaufbauhilfe können zum Beispiel auch bei den Kirchenbezirks-Sozialarbeitern der Diakonie abgegeben werden. Sie werden dann im zentralen Fluthilfebüro der Diakonie Katastrophenhilfe in Magdeburg bearbeitet. Dort gibt es außerdem Beratungen zu Fragen rund um den Wiederaufbau und Hilfe bei der Überwindung bürokratischer Hürden. Mit dem Geld können zum Beispiel Gebäudeschäden beseitigt oder Inventar und Hausrat ersetzt werden. Allerdings werden Spenden nur dann eingesetzt, wenn eine finanzielle Unterstützung der SAB oder Versicherungsleistungen nicht ausreichen.

Die Diakonie springt auch ein, wenn der 20-prozentige Eigenanteil bei der SAB-Förderung nicht geleistet werden kann. Gleiches gilt für Schäden unter 5.000 Euro, die von der SAB in der Regel nicht berücksichtigt werden. Auch wer selbstständig ein Gewerbe betreibt, kann eine Förderung bei Bedürftigkeit beantragen. Hier liegen derzeit noch 20 Anträge aus Sachsen auf vergleichsweise hohe Spendensummen vor, die noch entschieden werden müssen.

Termine:

Die Sächsische Aufbaubank und die Diakonie informieren gemeinsam über Möglichkeiten der Förderung. Veranstaltungen sind am morgigen 26. Februar im Coswiger Ortsteil Brockwitz in der Feuerwehr (12 bis 15 Uhr) und am 12. März im Rathaus von Königstein (10 bis 15 Uhr) geplant.

 
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