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28.04.2014 | Diakonie Sachsen erinnert: Bitte Versprechen einhalten!

Seit vielen Jahren engagiert sich das Sozialministerium mit ESF-Förderprogrammen für benachteiligte Jugendliche. So sind zu den Jugendwerkstätten in der letzten Förderperiode noch Produktionsschulen und Sozialarbeit an Schulen dazu gekommen. Projekte, die eine durchgängige, lückenlose und passgenaue Förderung für benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung vorsehen, damit sie ihren Weg in eine eigenständige berufliche Existenz finden.

Aber nun steht der leider nicht reibungslose Übergang in eine neue ESF-Förderperiode an. Daher sind Politik und Verwaltung jetzt dringend gefordert, endlich Regelungen für die seit langem abzusehenden Förderlücken zu finden, um Abbrüche für Jugendliche, Mitarbeiter und Projekte zu vermeiden.

Während für die Produktionsschulen eine Lösung bis Ende des Jahres gefunden wurde, sieht es für die Sozialarbeit an Schulen nicht gut aus. Hier kommen derzeit nicht alle Projekte in den Genuss einer Lösung. So sollen Projekte an Oberschulen bevorzugt werden - als ob die Arbeit an anderen Schulen nicht mindestens ebenso wichtig wäre. Projekte, die dann bis Ende des Jahres bezuschusst werden, sollen einen Monat aussetzen müssen und erst im September wieder anfangen.

„Sozialarbeit lebt von Kontinuität und Nachhaltigkeit! Nur dann kann eine Bindung entstehen, die den bisher vom Leben benachteiligten Jugendlichen das nötige Durchhaltevermögen und letztlich den Glauben an sich selbst gibt, ein eigenverantwortliches Leben zu starten. Förderlücken gefährden ohne Not bei den Jugendlichen die Motivation und stellen letztlich den bisherigen Mitteleinsatz in Frage.“ Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen, erinnert daher jetzt das Sozialministerium an das Versprechen, das in der 92. Sitzung des sächsischen Landtags zur Fortführung des Programmes für Kompetenzentwicklung für Schüler gegeben wurde: „Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, besteht die Möglichkeit der Verlängerung der Vorhaben bis Ende dieses Jahres. Dies gilt für die Koordinierungsstellen und für die Umsetzungsprojekte auf Antrag.“

„Wieso sind uns die jungen Menschen, die doch unsere Zukunft sind, so wenig wert? Solche Lücken behindern unsere Arbeit mit Jugendlichen massiv. Wir erwarten Lösungen, die die Interessen von Jugendlichen, Mitarbeitern, Freien Trägern, ja letztlich der Gesellschaft als ganzes, angemessen berücksichtigt und die eine verbindliche Aussage über die Förderung ab 01.01.2015 enthält“, so Schönfeld abschließend.

Weitere Informationen: Hans-Jürgen Meurer, Tel.: 0351/8315-172.

 
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