Diakonie Sachsen

06.03.2014 | 21. Aktion „Hoffnung für Osteuropa” startet


Kirchgemeinden unterstützen selbstbestimmtes Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung im russischen Orenburg

Die diesjährige Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ wird für Sachsen am Sonntag, 9. März, 10:00 Uhr, mit einem Gottesdienst in Oßling (Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz) eröffnet. Die Predigt hält der Direktor des Diakonischen Werkes Sachsen, Oberkirchenrat Christian Schönfeld. In diesem Jahr wird das Geld für ein Projekt im russischen Orenburg gesammelt. Mit der dortigen lutherischen Gemeinde schlossen die Landeskirche und der damalige Kirchenbezirk Kamenz 1999 eine Partnerschaft.

2003 entstand in den Räumen der Gemeinde das Diakonische Zentrum "Berührung". Es dient seitdem als Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Sie erhalten in Russland sonst kaum staatliche Hilfe und haben keine Perspektive auf ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Die Arbeit des Diakonischen Zentrums hat mittlerweile Vorbildcharakter und findet große Anerkennung.

Auch die Stadt Orenburg stellte Räume zur Verfügung. Nun wird für ein neues Projekt unter dem Namen "Sorge für sich selbst und Sorge für den Nächsten" dringend Geld gebraucht. Dabei sollen die Kinder und Jugendlichen auf ein betreutes Wohnen vorbereitet werden. Sie trainieren Alltagsdinge wie Körperhygiene, Ordnung, Essenszubereitung oder Gesundheitsvorsorge. Die Arbeit des Diakonischen Zentrums wird im Eröffnungsgottesdienst vom früheren Kamenzer Superintendenten Wolfgang Müller vorgestellt.

Für das Diakonische Zentrum engagiert sich vor allem die AG Orenburg des Kirchenbezirks Bautzen-Kamenz. Die ehrenamtlichen Mitglieder begleiten und beraten seit vielen Jahren das Zentrum und reisen auch regelmäßig nach Russland. Der Spendenaktion ging vor wenigen Wochen die Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen der sächsischen Landeskirche und der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Europäischen Russland voraus. Landesbischof Jochen Bohl reiste mit einer Delegation nach Russland, wo die Übereinkunft am 9. Februar in Moskau unterschrieben wurde.

Die Delegation besuchte auch die lutherische Gemeinde in Orenburg und informierte sich über die Arbeit des Diakonischen Zentrums. In der sächsischen Landeskirche gibt es zum Beispiel auch Beziehungen zwischen dem Kirchenbezirk Dresden-Mitte und der Zentralen Propstei Moskau sowie zwischen dem Gustav-Adolf-Werk in Sachsen und einzelnen Gemeinden der Propstei Kaliningrad.

Die einstmals bundesweite Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ wird von zahlreichen Landeskirchen dezentral weitergeführt. In Sachsen sind dafür die Landeskirche und die Diakonie zuständig. Im vergangenen Jahr verbuchte „Hoffnung für Osteuropa“ in Sachsen deutlich mehr Spenden als in den Vorjahren. Es kamen knapp 26.200 Euro zusammen. 2012 lag die Summe bei knapp 23.500 und 2011 bei 20.300 Euro. Das Geld der 20. Aktion im vergangenen Jahr fließt in die Erweiterung eines Kinderheims in Litauen.

Spendenkonto Sachsen „Hoffnung für Osteuropa“

LKG Sachsen – Bank für Kirche und Diakonie

IBAN: DE20 3506 0190 0100 1004 44

BIC: GENODED1DKD

Weitere Informationen: Marius Zippe, Referent für Ökumenische Diakonie, 0351-8315129

 
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