Diakonie Sachsen
Eröffnung der Aktion Stollenpfennig in der Bäckerei Möbius in Dresden Wolfgang Hesse, OKR Christian Schönfeld, Gunther Emmerlich, Andreas Beuchel, Herr Schönfeld, Bäcker Matthias Möbius und Pfr. i.R. Friedbert Stöcker (v.l.n.r.)

28.11.2013 | „Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot”

20. Aktion des „Stollenpfennigs“ heute mit Gunther Emmerlich eröffnet

„Ich habe in der Not selbst Hilfe erfahren und weiß daher wie wichtig Hilfe ist. Deshalb unterstütze ich auch gerne die Aktion Stollenpfennig. Ich habe schon so manchen Euro in die Dosen gesteckt“. Gunther Emmerlich erzählte anlässlich der Eröffnung der 20. Aktion Stollenpfennig in der Bäckerei Möbius in Dresden aus seiner durchaus entbehrungsreichen Jugend. „Kaufen konnten wir Stollen nicht. Aber meine Mutter hat ihn gebacken – auch wenn das Zitronat dafür aus in Zucker eingelegten grünen Tomaten bestand.“

Auch die beiden „Erfinder“ des Stollenpfennigs, Pfarrer i.R. Friedbert Stöcker und der ehemalige Geschäftsführer der Bäckerinnung, Wolfgang Hesse, blickten zurück – allerdings nur bis ins Jahr 1994: „Die Erfindung der Stollenpfennig-Dose war nicht zufällig, sondern eine Reaktion darauf, dass „Brot für die Welt“ nach der Wende nun plötzlich eine von vielen anderen Hilfsorganisationen war, nachdem sie all die Jahre vorher als einzige seriöse Hilfsorganisation gegolten hatte. Wir mussten uns etwas überlegen, um die Spender wieder auf uns aufmerksam zu machen. Zudem fehlte das spezifisch „Sächsische“. Und was ist sächsischer als der Stollen? So war das Motto schnell gefunden: Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot.“

Als erster Schirmherr wurde 1994 der damalige sächsische Ministerpräsident Biedenkopf gewonnen, auch Landesbischof Jochen Bohl geleitete den Stollenpfennig schon in die Adventszeit.

So stehen die Stollenpfennig-Dosen - bedruckt mit dem unverwechselbaren und geschützten Pfennig-Logo - seit 20 Jahren in der Adventszeit in ganz Sachsen auf den Tresen der Bäcker des Landesinnungsverbandes Saxonia und warten auf das Wechselgeld der Kunden. „Letztes Jahr wurden aus dem Wechselcent des einzelnen Kunden vom Stollen-, Brot- und Brötchenkauf fast 27.000 Euro. Seit Beginn der Aktion im Jahr 1994 wurden auf diesem Weg dem evangelischen Hilfswerk „Brot für die Welt“ rund 456.000 € für seine Projekte zur Verfügung gestellt“, sagt Uwe Schmidt zuständiger Referent der Diakonie Sachsen.

Der gastgebende Bäcker und der jährlich wechselnde Stollenpfennig-Gast übergeben jedes Mal ein besonderes Backwerk an eine diakonische Einrichtung in der örtlichen Gemeinde. In diesem Jahr hat Bäcker Mathias Möbius den „großen Stollenpfennig“ für das ökumenische Wohnungslosen-Nachtcafé der Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz gebacken, das heute abend seine Türen öffnen wird. Die Verbindung aus Brot, Bäcker und Brot für die Welt/Diakonie wird so gleich mehrmals hergestellt.

1500 Stollenpfennigdosen werden ab heute wieder in über 650 Bäckereien stehen und auf das Wechselgeld der Kundinnen und Kunden warten. „Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot“, mit diesem Motto hat der Stollenpfennig dem Hilfswerk „Brot für die Welt“ einen sächsischen Namen hinzugefügt.


 
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