Diakonie Sachsen

13.09.2013 | Wer fürchtet sich vor dem Persönlichen Budget?

Sachsenweite Aktionswoche der diakonischen Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung informiert zum „Persönlichen Geld“

Bereits seit Januar 2008 haben Menschen mit Behinderungen einen Rechtsanspruch auf Hilfe in Form eines trägerübergreifenden Persönlichen Budgets. Wenn ihr Hilfebedarf anerkannt und der entsprechende Antrag bewilligt wurde, erhalten sie dabei jeweils zu Monatsbeginn einen bestimmten Geldbetrag. Mit diesem persönlichen Geld können sie sich ihre Assistenz- und Hilfe-Leistungen entsprechend dem individuellen Bedarf, Interessen und Wünschen bei den jeweiligen Anbietern frei aussuchen und einkaufen. Das gilt auch für Menschen, die im Heim leben. Auch sie können Teilleistungen wie Wohnen, Verpflegung, Freizeitgestaltung oder Therapieangebote je nach ihren Bedürfnissen getrennt voneinander mit ihrem „Persönlichen Budget“ einkaufen.

Die Diakonie Sachsen begrüßt das Persönliche Budget, weil es tatsächlich einen Zugewinn an Autonomie und Lebensqualität für den einzelnen betroffenen Menschen bringen kann. Es stärkt ihre Wahlfreiheit, es fördert die Selbstbestimmung und fordert dazu heraus, die „gelernte Hilflosigkeit“ zu überwinden. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass Menschen, die sich für das Persönliche Budget entschieden haben, meist zufriedener sind.

Doch die Umstellung von der Sachleistung zur Geldleistung hat ihre Tücken und bedarf zunächst eingehender Information. Hier gibt es noch große Berührungsängste. Deshalb haben bisher nur wenige Menschen mit Behinderung von der Möglichkeit des Persönlichen Budgets Gebrauch gemacht.

Eine sachsenweite Aktionswoche der diakonischen Beratungsstellen zum Persönlichen Budget klärt Fragen wie „Wo beantrage ich das Persönliche Budget? Was ändert sich dadurch? Stelle ich mich dadurch schlechter als vorher? Wer gibt Hilfestellung und berät? Welche Leistungen stehen mir zu?“ Fragen, die beantwortet sein wollen.
PDF-DokumentÜbersicht über die ab Montag, den 16. September 2013, startenden Aktionen und Veranstaltungsorte

Weitere Informationen: Roswitha Mildner, Referentin für Behindertenhilfe/Psychiatrie Tel.: 0351/83 15 159

 
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