Diakonie Sachsen

20.03.2013 | Syrien: Lage der Flüchtlinge ist besorgniserregend

Die humanitäre Situation in Syrien spitzt sich zwei Jahre nach Beginn des Aufstands dramatisch zu. Seit März 2011 starben 70.000 Menschen, nahezu eine Million Menschen sind auf der Flucht vor der brutalen Gewalt in ihrem Land. Sie versuchen unter extrem prekären Umständen in den Dörfern und Städten der Nachbarländer oder in überfüllten Lagern zu überleben. „Da eine politische Lösung derzeit nicht zu erwarten ist, müssen wir weiterhin den syrischen Flüchtlingen zur Seite stehen“, so Christian Schönfeld, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe weitet daher ihre Hilfe deutlich aus und kümmert sich insbesondere um Flüchtlinge, die in den Nachbarstaaten außerhalb der offiziellen Camps leben. In Jordanien sind das allein 67 Prozent aller Flüchtlinge. Im Libanon sind die Flüchtlinge vollkommen auf sich gestellt. Mieten für Notunterkünfte, medizinische Versorgung und Nahrungsmittel sind aber für sie unerschwinglich.

So sind auch die von der türkischen Regierung eingerichteten Lager bereits jetzt überfüllt. Nach offiziellen Angaben sind in der Türkei zurzeit mehr als 180.000 Flüchtlinge in den Camps registriert. Schätzungen gehen aber davon aus, dass über 100.000 nicht registrierte Flüchtlinge in städtischen und ländlichen Gebieten vor allem im Süden des Landes leben, für die es außerhalb der Lager keine strukturierte humanitäre Hilfe gibt.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation Support to Life (STL) unterstützt die Diakonie hier seit November nicht registrierte Flüchtlingsfamilien mit der Verteilung von Nahrungsmittelrationen, Hygienepaketen und Winternothilfe in Form warmer Kleidung, Decken, Teppichen und Heizöfen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes wurden dafür 1,6 Millionen Euro bereitgestellt.

Dafür ist das Team der Katastrophenhilfe in den letzten fünf Monaten vor Ort unterwegs. In den aufnehmenden Gemeinden werden gemeinsam mit den lokalen Behörden und Vertretern der syrischen Flüchtlinge die bedürftigsten Familien gesucht und gezielt unterstützt.

„Wir dürfen nicht vergessen, dass auch die Bevölkerung in den an Syrien angrenzenden Ländern oftmals gerade genug für sich selbst hat“, führt Christian Schönfeld weiter aus. „Und wir haben alle noch mit einer langen humanitären Krise zu rechnen.“

Die Diakonie Sachsen bittet um Spenden auf das Konto 100 100 100, Kennwort „Nothilfe Syrien“, LKG Sachsen - Bank für Kirche und Diakonie, BLZ 350 60 190 oder online.

 
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