Diakonie Sachsen

25.02.2013 | Solidarität und Hilfe für Sterbende statt Selbsttötung

Ehrenamtsfachtag für Hospizmitarbeitende mit Sophie Rosentreter/Einladung an die Presse

„Es ist gut, dass der Gesetzentwurf der Regierungskoalition, der lediglich die gewerbliche Sterbehilfe unter Strafe stellen wollte, noch einmal überarbeitet wird. Dieses Gesetz hätte etwas verboten, was in Deutschland Gott sei Dank nicht angeboten wird. Doch damit wäre der Eindruck erweckt worden, dass eine vom Gesetz gedeckte Sterbehilfe, die nichts kostet, etwas Gerechtfertigtes oder sogar Richtiges sei. Doch das ist ebenso schlimm“, befürchtet Diakonie Chef Christian Schönfeld. „Eine organisierte Sterbehilfe durch Vereine, denen keine Gewinnerzielungsabsicht nachgewiesen werden kann, wäre davon nicht erfasst gewesen.“

Aus Sicht der Diakonie liegt die eigentliche gesellschaftliche Herausforderung aber darin, Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt so zu begleiten, dass sie sich im Sterbeprozess aufgehoben fühlen und eine assistierte Selbsttötung erst gar nicht in Betracht ziehen. Das ist die Überzeugung von Uta Werner, der zuständigen Referentin für Hospizarbeit und Palliative Care. Dieser Anspruch gelte auch bei an Alzheimer oder schwerer Demenz erkrankten Menschen. Daher möchte sie im Rahmen eines Fachtages ihre ehrenamtlichen Hospizmitarbeitenden mit den besonderen Herausforderungen im Umgang und der Kommunikation mit sterbenden Demenz- und Alzheimer-Patienten bekanntmachen. Dazu hat sie auch Sophie Rosentreter eingeladen. Die Fernsehreporterin und Schauspielerin hat als Angehörige ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter bis zu deren Lebensende begleitet, beobachtet und erfahren, wie Kommunikation (nicht) gelingt und verlorengegangene Kompetenzen (nicht) wieder geweckt werden. Aus diesen Erfahrungen und im Kontakt mit Gerontologen drehte sie besondere Filme für demenzerkrankte Menschen und entwickelte spezielle Kuscheltiere. Denn das wesentlichste Bedürfnis aller Menschen ist es, andere zu verstehen und von ihnen verstanden zu werden. Das gilt gerade für demenzerkrankte Menschen – und ist durch die schwindende Sprachfähigkeit besonders erschwert. Uta Werner möchte ihren Mitarbeitenden mit dieser Veranstaltung Handwerkszeug für den Umgang mit demenzerkrankten Menschen vermitteln, Berührungsängste vermindern und neue Wege in der Begleitung sterbender Menschen eröffnen.

Der Ehrenamtsfachtag für Mitarbeitende diakonischer Hospizdienste findet am Samstag, 2. März 2013, von 10 bis 15.30 Uhr im Diakonischen Amt, Obere Bergstr. 1, 01445 Radebeul, statt. Im Anschluss an die Veranstaltung besteht für Pressevertreter die Möglichkeit, mit Sophie Rosentreter und Uta Werner in Gespräch zu kommen.
Weitere Informationen: Uta Werner, Tel.: 0351/8315-203.

 
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