Diakonie Sachsen

12.06.2013 | Produktionsschulen: Eine zweite Chance

Als wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit hat Sozialministerin Christine Clauß die Jugendberufshilfe bezeichnet. Dazu zählten die Produktionsschulen, weil diese an der Lebenswirklichkeit benachteiligter junger Menschen anknüpften und mit Einfühlungsvermögen und pädagogischem Sachverstand auf ihr berufliches Leben vorbereiteten.

Noch immer verlassen mehr als 9 Prozent eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss. Die Gründe dafür sind vielfältig. Produktionsschulen arbeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und bereiten diese benachteiligten jungen Menschen mit einer motivierenden Verbindung von Arbeiten, Lernen und soziapädagogischer Begleitung auf den Start in eine Ausbildung oder in das Erwerbsleben vor. Sie sind ein Türöffner ins eigenständige Erwachsenenleben, eine zweite Chance. Clauß überzeugte sich anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Produktionsschule Moritzburg und des 1. Tages der sächsischen Produktionsschulen vom Können und den Fortschritten der jungen Leute, die an den Ständen stolz ihre Produkte präsentierten.

In Sachsen gibt es mittlerweile 10 ESF-geförderte Produktionsschulen, sechs davon sind in diakonischer Trägerschaft. Als „ein gelungenes Netzwerk von Kirche und Diakonie, Kommune und Ministerium, das alle Pflege verdient“, bezeichnete Oberlandeskirchenrat Burkhard Pilz, zuständiger Dezernent für Kinder, Jugend, Bildung und Diakonie im Landeskirchenamt die Produktionsschulen in seinem Grußwort. „Sie leben den Geist Jesu, niemanden am Wegrand liegen zulassen, auszugrenzen oder aufzugeben.“ Er mahnte alle diejenigen, „die dieses Netz halten, es - auch fiskalisch – nicht fallen zulassen“ und sprach damit die stets prekäre finanzielle Absicherung dieser wichtigen Arbeit an.

Die Produktionsschulen trafen sich für einen Tag am Standort Moritzburg gemeinsam mit ihren Jugendlichen. Ziel ist, die erfolgreiche Arbeit der Produktionsschulen in Sachsen aufzuzeigen, den Gedanken der Produktionsschulen weiter zu entwickeln und bekannt zu machen.

 
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