Diakonie Sachsen
Fluthilfe-Koordinator Schröer (Zweiter von rechts) kennt die Sorgen und Nöte der Betroffenen. Schon nach der Jahrhundertflut 2002 hat er die Hilfsprogramme für die Diakonie Katastrophenhilfe umgesetzt. Damals erhielten mehr als 15.000 Familien, Gewerbetreibende und Einrichtungen Leistungen.

26.07.2013 | Gemeinsam die Katastrophe meistern – Zentrales Flutbüro eröffnet

Der Wiederaufbau nach dem großen Hochwasser hat begonnen. Um Betroffenen schneller zu helfen, hat die Diakonie Katastrophenhilfe jetzt ein zentrales Fluthilfebüro in Magdeburg eröffnet. Ab sofort stehen Koordinator Stefan Schröer und sein Team, darunter eine Juristin, ein Baugutachter und eine Betriebswirtin, Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. „Wir sorgen dafür, dass vor allem die Schwachen und Hilflosen unter den Betroffenen Hilfe bekommen“, sagt Schröer.

„Die staatliche Unterstützung hilft zwar bis zu einem bestimmten Prozentsatz des anerkannten Schadens. Viele Menschen werden den Eigenanteil dennoch nicht selbst aufbringen können. Wo immer möglich, ist es jedoch unser Ziel, die durch das Hochwasser entstandenen Schäden an den Wohngebäuden vollständig zu beheben und den früheren Wohnstandard wiederherzustellen. Wir stellen die Mittel zur Schließung der Lücke zur Verfügung“, erklärt der Koordinator. Er und sein Team helfen, Ansprüche gegenüber Versicherungen und staatlichen Stellen geltend zu machen, unterstützen Geschädigte bei Gesprächen mit Banken, Anwälten und Baufirmen und kümmern sich insbesondere um Menschen, die zum zweiten Mal nach 2002 ihr Hab und Gut im Hochwasser verloren haben. „Sie brauchen unseren Beistand ganz besonders“, sagt Christian Schönfeld, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Sachsen. „Gemeinsam werden wir auch diese Katastrophe meistern.“ Nach wie vor können die Anträge auf Spendenmittel zum Wiederaufbau bei den Mitarbeitenden der KirchenBezirksSozialarbeit gestellt werden. Der Antrag wird gemeinsam mit den Betroffenen ausgefüllt. Danach wird er zentral von der Diakonie Katastrophenhilfe bearbeitet. Die Stärke der Diakonie liegt einerseits in ihren Strukturen vor Ort, die einen persönlichen Kontakt zu den betroffenen Menschen und aufsuchende Beratung und Begleitung umfaßt und andererseits in einer zentralen Spendenbearbeitung, die effektiv, effizient und vor allen Dingen gerecht Spendenmittel vergeben kann.

Der Diakonie Katastrophenhilfe und den diakonischen Landesverbänden Bayern, Brandenburg, Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt und Thüringen), Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein stehen gut 20 Millionen Euro Spenden zur Verfügung. Davon entfielen bisher 1,7 Mio. Euro auf Sofortmaßnahmen wie psychosoziale Beratung, finanzielle Haushaltsbeihilfen und die Verteilung von Trocknergeräten. Der Großteil ist für den Wiederaufbau bestimmt.

Fluthilfe-Koordinator Schröer kennt die Sorgen und Nöte der Betroffenen. Schon nach der Jahrhundertflut 2002 hat er die Hilfsprogramme für die Diakonie Katastrophenhilfe umgesetzt. Damals erhielten mehr als 15.000 Familien, Gewerbetreibende und Einrichtungen Leistungen.

 
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