Diakonie Sachsen
Preisträger mit Schirmherrn Dr. Rolle

07.11.2013 | „Führen und Leiten in unruhigen Gewässern”

Diakonie Sachsen zeichnet vorbildliche diakonische Arbeitgeber aus

„Es sind die Mitarbeitenden, die mit ihrem Können, Engagement und ihren Überzeugungen die Diakonie vor Ort prägen. Aber wer sich täglich um das Wohlergehen anderer Menschen bemüht, sei es in der Pflege, in der Beratung, in Kindertagesstätten usw., trägt viel Verantwortung und ist einer hohen Belastung ausgesetzt. Wir haben daher diakonische Arbeitgeber gesucht, die ihre Mitarbeitenden besonders fördern, motivieren und für die Herausforderungen ihres Berufes stärken.“ Diakonie-Chef Christian Schönfeld vergab heute drei Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro an die Sieger des diesjährigen Förderpreises der Diakonie Sachsen. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Die hohe Kunst – Führen und Leiten in unruhigen Gewässern“ und zeichnete „best-practice-Beispiele“ aus. Gefordert war, die Attraktivität diakonischer Arbeit für Mitarbeitende hervorzuheben – sei es durch eine gezielte Personalentwicklung, individualisierbare Arbeitszeitmodelle, eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung oder eine besondere Gesundheitsprophylaxe. Überreicht wurden die Preise im Rahmen der Mitgliederversammlung, der Diakonischen Konferenz, in der Dreikönigskirche in Dresden. Ausgezeichnet wurden die Stadtmission Zwickau, die Johanniter-Unfallhilfe, Landesverband Sachsen, und die Diakonie Leipzig.

Als ersten Preisträger kürte die Jury die Stadtmission Zwickau für ihr Projekt „Locker mittendrin“ – junge Menschen entdecken ihre berufliche Zukunft bei der Diakonie. Ziel ist, insbesondere junge Menschen für soziale Berufe zu begeistern und sich als attraktiver Partner für Praxiserfahrungen, Ausbildung und Beruf zu präsentieren. In einer zusammengestellten Jahresübersicht können die jungen Menschen alle Angebote, die Arbeitsgebiete und den Arbeitgeber Stadtmission unkompliziert kennen zu lernen, mit einem Blick erfassen. Um sie in ihrer Lebenswelt und auch direkt persönlich zu erreichen, ist ein Facebook-Auftritt vorhanden, werden in den Schulen Stunden gehalten, Berufsorientierungsveranstaltungen der Agentur für Arbeit sowie Messeauftritte genutzt. Die Schwelle für ein erstes Schnuppern soll so gering wie möglich gehalten werden, daher wird einerseits auf persönliche Kontakte aber auch auf crossmediale „Ansprache“ und seit 2013 ganz bewusst auf junge Gemeinden gesetzt. Das Preisgeld für diese gelungene Bemühung um diakonischen Nachwuchs beträgt 5000 Euro.

Der zweite, mit 3000 Euro dotierte Preis ging an den Landesverband der Johanniter-Unfallhilfe. „Know how für Pflegedienstleitungen“ ist die Einladung zu einer wertschätzenden, nachhaltigen Weiterbildung, die die Johanniter Unfallhilfe sachsenweit allen ihren Pflegedienstleitungen ausspricht. Dabei handelt es sich um eine hochkarätige, insgesamt 10 Module umfassende Schulung für Pflegedienstleitungen in Sachen Führung und Motivation eines Teams. Als beispielhafte Inhalte seien ein Rhetorik-Seminar, Zeit- und Zielmanagement, wertschätzende Mitarbeitergespräche sowie Moderations- und Präsentationstechniken genannt.

„BEM – plus“ ist eine Initiative der Diakonie Leipzig, die mit dem dritten Preis und 2000 Euro gekürt wurde. Die Initiative setzt den Schwerpunkt nicht wie beim gesetzlich vorgeschriebenen „Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement“ (BEM) langzeitkranker Mitarbeitender auf Rehabilitation, sondern auf die Prävention. Eine ausgebildete Psychotherapeutin nimmt sich Zeit für eine intensive persönliche Beratung und sorgt dafür, dass der Arbeitsplatz entweder passend verändert wird oder ein neuer Arbeitsplatz in einem anderen Bereich mit entsprechenden Weiterqualifizierungsmöglichkeiten gefunden wird. Mitarbeitende, die dieses Verfahren durchlaufen haben, bewerben es bei ihren Kolleginnen und Kollegen als hoch motivierend. So melden sich mehr und mehr Mitarbeitende zu einer Beratung an, die aufgrund bereits bestehender Gesundheitsprobleme Veränderungen oder Vorsorge betreiben möchten, damit sie erst gar nicht für längere Zeit ausfallen müssen. Damit ist BEM keine lästige Pflicht, sondern wird als Mittel der Personalentwicklung gesehen.

Die Preisgelder wurden gespendet von der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG, der Bank für Kirche und Diakonie (LKG Sachsen) und der Diakonie Sachsen.

 
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