Diakonie Sachsen

16.10.2013 | Diakonische Altenpflegeeinrichtungen mit dem sächsischen Altershilfepreis ausgezeichnet

Alle zwei Jahre prämiert der Förderverein Sächsischer Altershilfepreis e. V. im Rahmen der Leipziger Pflegemesse besonders wegweisende und zukunftsträchtige Modelle, Konzepte und Projekte der Altenhilfe. Sie müssen geeignet sein, Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Entscheidungsfähigkeit älterer Menschen zu unterstützen, zu fördern und ihnen damit ein Leben in Würde, Sicherheit und Geborgenheit zu ermöglichen.

Die Diakonie Sachsen freut sich, dass sie mit gleich drei ihrer Einrichtungen unter den diesjährigen Preisträgern vertreten ist: So erreichte der Martinshof Rothenburg mit seinem Sozialen Zentrum „St. Barbara“ in Schleife einen Anerkennungspreis. Das Konzept "Daheim bleiben" wurde vom Martinshof Rothenburg Diakoniewerk gemeinsam mit der Gemeinde Schleife und weiteren Partnern entwickelt, um für Menschen aus der Region, die aufgrund der Erschließung neuer Braunkohle-Abbaugebiete ihre angestammte Umgebung verlassen müssen, geeigneten Wohnraum in einer Mehrgenerationen-Wohnanlage mit Sozialem Zentrum und vielfältigen Dienstleistungsangeboten anzubieten. Im Sozialen Zentrum "St. Barbara" sind eine Sozialstation, eine Tagespflege sowie eine Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einem offenen Haus vernetzt; für die Einrichtungen wurde ein Gesamtversorgungsvertrag abgeschlossen. Die Mitarbeitenden wohnen in der Gemeinde Schleife und der Umgebung. 

Einen weiteren Anerkennungspreis bekam die Diakonie Auerbach für ihr „Haus Abendsonne" zugesprochen. Das Hausgemeinschaftsmodell arbeitet nach dem Motto "So viel Normalität und Eigenverantwortung wie möglich, so viel Hilfe wie nötig": In den drei familienähnlichen Wohngruppen mit je 10 Bewohnern, die größtenteils dementiell erkrankt sind, soll das „frühere“ Leben so weit wie möglich fortgeführt werden: So werden alle Mahlzeiten in den Wohngruppen selbst zubereitet und auch möglichst viele Aktivitäten von "früher" weitergepflegt. Die zentrale Lage im Stadtzentrum ermöglicht und fördert eine vielfältige Einbindung des Hauses in das öffentliche Leben.

Den Würdigungspreis erhielt die Diakonie Bautzen für ihre Männerwerkstatt Bischofswerda zugesprochen. Weil sich im Altenpflegeheim "Zur Heimat" in den vergangenen Jahren der Anteil der männlichen Bewohner deutlich erhöht hatte, wurde auf dem Freigelände ein Pavillon mit einer "Männerwerkstatt" errichtet. Ziel ist, männlichen Heimbewohnern in einer ländlich geprägten Region einen Alltag anbieten zu können, in dem sie sich beheimatet und anerkannt fühlen und mit den Einschränkungen des Alters rollengerecht umgehen können. In der Werkstatt werden Tätigkeiten um "Haus und Hof" und Freizeitangebote möglich, wie z.B. Gartenarbeit, Kleintierhaltung, Handwerkliche Tätigkeiten oder auch Holzbearbeitung.

„Es ist wichtig, die Pflegeinfrastruktur so weiterzuentwickeln, dass sie sich mehr und mehr an den Lebenswelten und Bedürfnissen älterer Menschen im Quartier orientiert. Das können neue Versorgungsformen sein, das kann aber auch in bestehenden Einrichtungen und Angeboten geschehen“, sagt Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen. Er wünscht sich viele Nachahmerprojekte.

 
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