Diakonie Sachsen

31.07.2013 | Alle wollen sie, doch wer zahlt? Jugendberatungs- und Schulverweigerprojekte hängen weiterhin in der Luft

"Alle politisch Verantwortlichen, die wir angesprochen haben, sind von den Projekten zutiefst überzeugt und alle wollen, dass sie weitergeführt werden. Doch es hängt weiterhin an der Finanzierung.“ Christian Schönfeld, Diakonie-Chef, ist enttäuscht, dass die 17 Kompetenzagenturen und 10 Schulverweigererprojekte weiterhin ohne Aussicht auf Zwischenfinanzierung sind und damit vor dem Aus stehen.

„Dabei geht es ja nur um ein Jahr. Wenn wir den jungen Menschen jetzt nicht helfen, müssen wir uns in den nächsten 60 Jahren kümmern.“

Auch die Job-Center hätten signalisiert, wie dankbar sie für diese Projekte sind. „Jetzt müssen den vielen Worten endlich verlässliche Taten folgen. Ansonsten hängen im Dezember ca. 3500 junge Menschen in der Luft und die bisher aufgebauten Strukturen lösen sich auf. Und wir müssen ein Jahr später wieder bei Null beginnen.“

Hintergrund: „JUGEND STÄRKEN“ ist der Name für ein durchgängiges, lückenloses und passgenaues Fördersystem für benachteiligte junge Menschen am Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung. „Jugend stärken“ ist ein Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums und läuft nach sechs Jahren Ende Dezember 2013 aus – das Anschlussprogramm „Jugend stärken plus“ wird erst ab Januar 2015 wirksam werden, so dass ein Jahr lang das Land Sachsen die Zwischenfinanzierung für den Bundesanteil übernehmen müsste.

Die Weiterführung ist im Sinne des Freistaats. Jede junge Hand wird in Zukunft in unserem Land gebraucht und die vorliegende Evaluation bescheinigt den Projekten eine hervorragende Arbeit. Die Erfolgsquote ist überdurchschnittlich – 75 Prozent der betreuten Jugendlichen erreichen die vereinbarten Ziele, 66 Prozent werden in die allgemeinbildende oder berufliche Schule reintegriert.

Fragen und weitere Informationen: Hans-Jürgen Meurer, Tel.: 0351/8315-172.

 
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