Diakonie Sachsen

06.12.2012 | Offene Sozialarbeit der Diakonie Sachsen lädt zu zahlreichen Advents- und Weihnachtsfeiern

„´Frohes Fest`, `besinnliche Tage´ – das wünschen wir uns gegenseitig, wenn wir uns in die Weihnachtsferien verabschieden. Doch für viele Menschen in Sachsen bleibt das ein frommer Wunsch: Ohne Arbeit oder ohne Wohnung, ohne Familie oder in Armut und ohne die Möglichkeit, Geschenke zu machen oder zu erhalten, mit Schulden und großen Sorgen – da kommt Weihnachtsstimmung nur schwer auf.“ Diakonie-Chef Christian Schönfeld ist es daher wichtig, dass möglichst viele der Menschen, die am Rand stehen, den Kopf hängen lassen oder nicht mehr ein noch aus wissen, gerade an Weihnachten nicht alleine sind.

„In unseren Diensten und Einrichtungen, vor allem aber in den Beratungsstellen erleben wir unmittelbar, wo der Schuh drückt. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass unsere Mitarbeitenden an so vielen Orten in Sachsen im Advent und zu Weihnachten zu ganz besonderen Veranstaltungen einladen! Es ist ein starkes Signal für das hohe Engagement, wie viele Angebote neben der alltäglichen Beratungsarbeit, häufigen Überstunden und trotz fehlender Mittel auf die Beine gestellt werden.“

Rotraud Kießling, zuständige Referentin für Offene Sozialarbeit und Wohnungslosenhilfe, ergänzt: „Diese Feiern sind oftmals ein Höhepunkt für Klienten, die sich in kontinuierlicher Beratung befinden. Sie arbeiten manchmal über Monate richtig hart mit den BeraterInnen und freuen sich auf die gemeinsame Weihnachtsfeier mit den Menschen, die ihnen wichtig geworden sind und ihre Situation selbstverständlich respektieren.“

Pünktlich zum Nikolaustag startet die kostenlose Vergabe der Eintrittskarten zu „Weihnachten auf dem Schiff“ („Gräfin Cosel“) für wohnungslose und einsame Menschen in Dresden. Vier Adventsnachmittage (jeweils am Mittwoch) und ein Weihnachtsessen bietet der Treffpunkt Schorsch der Stadtmission Dresden an. Auch die Anmeldung für die „Einsamenweihnachtsfeier“ des Diakonischen Werkes Freiberg ist ab sofort möglich. Herzliche Einladung ergeht auch zum Trödelmarkt „Gerechtigkeit ist kein Geschenk“ am 11. Dezember der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative Leipzig. Seit bereits 21 Jahren organisiert die Wohnungslosenhilfe der Stadtmission Zwickau am Heiligen Abend eine Weihnachtsfeier für wohnungslose, haftentlassene oder sozial bedürftige Männer und Frauen: Es wird gemeinsam gegessen und gesungen, es gibt ein Krippenspiel, eine Andacht, Musik und Geschenke.

Auch die Weihnachtsfeier für Kinder arbeitsloser Eltern in Oschatz, zur der die KirchenBezirksSozialarbeit seit 2006 jährlich einlädt, findet in diesem Jahr wieder für 190 Kinder und ein Elternteil statt. „Noch immer sind fast 23 Prozent aller Kinder in Sachsen arm – aber wen interessiert das und was unternehmen die politisch Verantwortlichen zur Bekämpfung der Armut?“, fragt Rotraud Kießling. Insofern begüßt die Diakonie Sachsen das heute in Berlin vorgestellt Bündnis von Diakonie Deutschland, Sozialverbänden, Gewerkschaften und Bauern- und Umweltverbänden für ein menschenwürdiges Existenzminimum: Anlass ist die prekäre Lage von Millionen Betroffenen, die trotz wachsenden gesellschaftlichen Reichtums unter permanenten Geldsorgen und gesellschaftlicher Ausgrenzung leiden. Ziel des gemeinsamen Projekts ist eine deutliche Erhöhung der Regelsätze sowie eine breite gesellschaftliche Debatte darüber anzustoßen, was erforderlich ist, um ein gutes Leben für alle Menschen zu ermöglichen. Angesichts wachsenden Reichtums und Billionenvermögen in privater Hand sowie steigender Steuereinnahmen müssen die Regelsätze endlich auf ein menschenwürdiges Niveau angehoben werden, das eine gesellschaftliche Beteiligung ermöglicht.

 
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