Diakonie Sachsen

16.07.2012 | Kirchliches Arbeitsrecht toleriert kein Lohndumping – dies schließt es aus!

„Nichts Neues, und dazu noch wissenschaftlich oberflächlich über die ostdeutsche Diakonie berichtet, voller Behauptungen und Polemik.“, so bewertet Diakonie Chef Christian Schönfeld die von der Hans-Böckler erarbeitete Studie „Leiharbeit und Ausgliederung in diakonischen Sozialunternehmen: Der "Dritte Weg" zwischen normativem Anspruch und sozialwirtschaftlicher Realität“.

„Das Fazit der Studie, dass wir als Diakonie unser Arbeitsrecht, also den Dritten Weg als Wettbewerbsvorteil auf dem Sozialmarkt ausnützen, ist das Ergebnis einer leider unsauberen Recherche. Dass es Ausgründungen bei uns gibt, stimmt. Doch davon betroffen sind Mitarbeitende lediglich im deutlich einstelligen Prozent-Bereich. Und Leiharbeit gibt es bei uns so gut wie gar nicht mehr. Bei Ausgründungen wird darauf geachtet, dass Branchentariflöhne bezahlt werden. Es ist schon bemerkenswert, wenn die gewerkschaftseigene Böckler-Stiftung mit Gewerkschaften verhandelte Branchentarifverträge im gewerblichen Bereich mit dem Begriff von Dumpinglöhnen in Verbindung bringt. Was sollen da Beschäftigte für Schlüsse daraus ziehen…?“


Die Diakonie sei wie alle anderen Wohlfahrtsverbände in einen Sozialmarkt mit scharfem Wettbewerb gezwungen worden, so Schönfeld weiter. „Und dieser Wettbewerb geht immer stärker zu Lasten von hilfebedürftigen Menschen.“

Ohne das kirchliche Arbeitsrecht wäre die Tariflandschaft im sozialen Bereich aber noch weiter zersplittert. „Unsere diakonische Tariflandschaft ist ja im Vergleich zu anderen Branchen geradezu mustergültig geschlossen, weil die Arbeitsvertragsrichtlinien flächendeckend angewendet werden.“ Deshalb schätzten die Mitarbeitenden die Diakonie Sachsen auch als verlässlichen Arbeitgeber, der in aller Regel Löhne zahle, die in der Branche im oberen Bereich liegen.

„Die Gewerkschaften täten gut daran, sich nicht länger am kirchlichen Arbeitsrecht abzuarbeiten, sondern gemeinsam mit der Diakonie für bessere Rahmenbedingungen in der sozialen Arbeit zu streiten. Und diese Studie, die vor allem in ihrem zweiten Teil kein Ruhmesblatt für das Niveau der Böckler-Stiftung ist, sollte in der Versenkung verschwinden“, so Schönfeld abschließend.




 
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