Diakonie Sachsen

30.11.2012 | Handeln aus der Hoffnung, die der Advent uns schenkt

– Landesbischof Bohl eröffnet 54. Aktion von „Brot für die Welt“ in der Leipziger Thomaskirche

Brot für die Welt hat anlässlich der Eröffnung seiner 54. bundesweiten Spendenaktion zum Kampf gegen den Hunger in der Welt aufgerufen. In Sachsen eröffnet Landesbischof Bohl die Aktion mit einem Festgottesdienst am 1. Advent (Sonntag, 2. Dezember 2012, 9.30 Uhr) in der Leipziger Thomaskirche unter dem Motto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“. Für viele Menschen in den sächsischen Kirchen und Gemeinden ist die Aktionseröffnung Anlass, sich für die Belange der Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen. Der Gottesdienst wird musikalisch vom Thomanerchor und dem Leipziger Klezmer-Trio Rozhinkes ausgestaltet.

„Jeder 7. Mensch auf der Welt hungert. Fünf von ihnen leben auf dem Land – dort, wo Nahrung produziert wird. Ihr Hunger wäre vermeidbar, hätten sie die Chance auf fruchtbares Land für ihren Lebensunterhalt…“ heißt es in dem diesjährigen Spendenaufruf, den Diakonie-Chef OKR Christian Schönfeld verlesen wird. Doch die steigende Konkurrenz um landwirtschaftlich nutzbare Flächen zeigt sich am deutlichsten im „Land Grabbing“: Wenn in Entwicklungs- und Schwellenländern riesige Ländereien an meist ausländische Konzerne verkauft werden, die das Land für den Anbau von Pflanzen brauchen wollen, die gar nicht zum Essen gedacht sind: Futtermittel für die Fleischproduktion, für Agrartreibstoffe, Rohstoffe für die Industrie… Menschen, die das Land bisher für sich und ihre Familien nutzten, werden einfach vertrieben. „Keine Lage ist so hoffnungslos, dass sie durch das Kommen Gottes nicht gewendet werden kann! Vertrauen wir darauf und teilen unsere Hoffnung mit den Kleinbauernfamilien weltweit. Wo viele aus der Hoffnung handeln, die der Advent uns schenkt, kann Leben gedeihen. Schließen Sie sich uns an, unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende und Kollekte und mit Ihrem sorgsamen Konsum! Machen Sie mit bei der 54. Aktion von Brot für die Welt!“

Die Diakonie Sachsen gibt daher im Gottesdienst einen alternativen Adventskalender aus: Statt jeden Tag etwas für sich heraus zu holen, soll jeden Tag ein kleiner Geld­betrag in die entsprechende Einstecktasche hineingesteckt werden. Das Geld wird Projekten zur Selbsthilfe zugute kommen. „Jede noch so kleine Hilfe und Unterstützung ist wichtig und gibt Anlass zur Hoffnung!“, so Schönfeld abschließend.

Schwerpunktland der diesjährigen Aktion ist Guatemala. In den Grenadillas-Bergen ist es Kleinbauern mit nachhaltigen Anbaumethoden gelungen, die Bodenfruchtbarkeit deutlich zu erhöhen und so ihre Lebensgrundlage zu sichern. Doch der Regenwald der Bergregion ist bereits zu 80 Prozent abgeholzt. Die Lutherische Kirche Guatemalas, ein Partner von Brot für die Welt, unterstützt die Kleinbauern in ihrem Einsatz für den Erhalt des Waldes.
Brot für die Welt wurde 1959 gegründet und fördert aktuell mehr als 2500 Projekte in den Ländern des Südens. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 1, 018 Millionen Euro gespendet. Traditionell ist die Weihnachtskollekte in evangelischen Gemeinden für Brot für die Welt bestimmt.

 
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