Diakonie Sachsen

08.05.2012 | Erlöse aus der Aktion „Stollenpfennig” unterstützen Projekte gegen „Landraub”

Die Diakonie Sachsen freut sich, dass sie mit dem Erlös der letztjährigen Stollenpfennig-Aktion „Brot für die Welt“- Projekte in Südamerika unterstützen kann, die sich für die Rechte von Kleinbauern einsetzen, denen ihr Land streitig gemacht wird und die mit ihren Familien vom Hunger bedroht sind. Denn Land zum Leben zu haben, bedeutet einen Grund zur Hoffnung zu haben.

„Landgrabbing“ – das ist das massenhafte und großflächige Aufkaufen oder Pachten von Ackerland durch private Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern – meist illegal und ohne Rücksicht auf die vorherigen Landnutzer und ohne Abschätzung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen für die ansässigen Kleinbauern. Die Konzentration von Ackerland in wenigen Hände ist kein Phänomen, das auf die Schwellenländer Afrikas oder Südamerikas beschränkt bliebe. Auch bei uns in Ostdeutschland beginnen Investoren jetzt damit, sich große Ackerflächen zu sichern – natürlich legal durch Ankauf. Die Flächen werden jetzt schon für Ölfrüchte für Agrosprit genutzt oder später für den Anbau von Nahrung.

Da mittlerweile die Preise für Agrarprodukte explodieren, wird fruchtbares und gut mit Wasser versorgtes Ackerland zu einer zukunftsträchtigen Investition – vor allem, wenn Klimawandel und Erosion die bebaubaren Ackerflächen weltweit weiter verringern. So wird das derzeitige Motto von Brot für die Welt „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ zunehmend an Aktualität gewinnen.

Die 18. Aktion „Stollenpfennig – Wir haben Stollen, andere nicht einmal Brot“ erbrachte in der Adventszeit 2011 28.033,42 Euro. Das Geld steckte in 1356 Dosen, die in 634 Bäckerei-Fachgeschäften für Wechselgeld spendenwillige Kunden bereitstanden. Die vollste Spendendose kam aus der Bäckerei Andreas Enke in Aue (171,03 Euro), die zweivollste aus der Bäckerei Jürgen Dörfer in Königswartha (158,82 Euro).

Die Diakonie Sachsen dankt allen beteiligten Bäckern, der Bäckerei-Innung Saxonia und natürlich allen, die bereitwillig spendeten.

 
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