Diakonie Sachsen

26.06.2012 | Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst: Jeder, der möchte, sollte auch können!

Eine neue Kultur für freiwilliges Engagement sollte der Bundesfreiwilligendienst (BFD), der am 1. Juli 2011 gestartet ist, begründen. Er ersetzt nach dem Aussetzen der Wehrpflicht den Zivildienst und ist ein Angebot an alle Bürgerinnen und Bürger - Frauen und Männer, Junge und Alte, Deutsche und Ausländer - sich außerhalb von Beruf und Schule für einen Zeitraum zwischen sechs und 24 Monaten zu engagieren.

Ein Jahr nach dem Start und nach der Überwindung der Anlaufschwierigkeiten genießt der Dienst, der anders als das Freiwillige Soziale Jahr in der Verantwortung des Bundes liegt, tatsächlich einen solchen Zulauf, dass alle Stellen besetzt sind.

Auch bei der Diakonie Sachsen: Für rund 107 Menschen ist der BFD dort eine Möglichkeit geworden, sich sozial zu engagieren. „Leider haben wir nicht genügend Plätze. Jeden Monat erreichen uns mehr als 15 Anfragen – vor allem bei den über 27jährigen“, sagt Diakonie-Direktor Christian Schönfeld. „Wir können ihnen nur absagen und sie auf später vertrösten. Dabei spiegeln uns unsere Dienste und Einrichtungen ja zurück, dass es sinnvolle Aufgaben für deutlich mehr Freiwillige geben würde.“ Insofern sei der zum Frühjahr vom zuständigen Bundesamt verhängte Quasi-Einstellungsstopp, der die Zahl der Plätze wegen beschränkter Mittel limitiert, ärgerlich und kontraproduktiv.

„Dass wir so einen großen Ansturm haben, ist doch großartig. Jeder, der einen Freiwilligendienst antreten möchte, sollte dies auch tun können. Das am Geld scheitern zu lassen, halte ich politisch für unklug“, so Schönfeld abschließend.

 
Es gibt viele Möglichkeiten sich freiwilligen zu engagieren!

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