Diakonie Sachsen

03.12.2012 | Diakonie Sachsen erinnert am weltweiten Tag der Menschen mit Behinderung (5.12.) an das Recht auf inklusive Bildung

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland unter anderem auch dazu bekannt, das allgemeine Bildungssystem so umzugestalten, dass das gemeinsame Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung möglich wird. Ein Expertengremium unter Leitung des ehemaligen Sozialministers Dr. Hans Geisler hat dazu gearbeitet, was das für Sachsen heißt und wie das sächsische Schulsystem weiterentwickelt werden könnte. „Lösungsansätze, die diskutiert werden müssen. Wir als Diakonie Sachsen sind sicher: Wenn eine Gesellschaft es lernen soll, Menschen mit Behinderungen nicht nur zu akzeptieren, sondern als Bereicherung wertzuschätzen, dann muss das schon im Kindergarten beginnen. Das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern in Kitas und Schulen ist der wichtigste Impuls für die Weiterentwicklung gesellschaftlicher Haltungen und Einstellungen. Denn dort beginnt das Erleben und die Bewusstseinsbildung bei Eltern, Lehrern und den Kindern selbst,“ meint Diakonie-Chef Christian Schönfeld. Das heiße aber nicht, dass jetzt einfach in einem Schnellschuss alle Förderschulen abzuschaffen seien.

„Das wäre blanker Unsinn. Beide Schulsysteme – sowohl die Förderschulen als auch die normalen Regelschulen haben ihre Berechtigung. Aber wir müssen mittelfristig Wahlmöglichkeiten für Eltern und Kinder mit einem Anspruch auf sonderpädagogischen Förderbedarf schaffen: Sowohl Hinsichtlich des Lernortes als auch hinsichtlich eines lernzielgleichen oder lernzieldifferenzierten Unterrichtsangebotes für alle Altersstufen und Schularten. Eltern und Schüler müssen entscheiden dürfen, wo und wie sie beschult werden wollen. Das heißt, dass beide Schulsysteme inklusiv ausgestaltet werden müssen. Aber das ist natürlich nicht zum Nulltarif zu haben – das beginnt bei den baulichen Standards und endet bei der künftigen Lehrer- und Erzieherausbildung. Wir müssen aber alle Kinder mitnehmen.“

Die Diakonie wisse, dass dies ein langfristiger und schrittweiser Prozess sei. „Aber wir können bereits jetzt die ersten Schritte zu einer inklusive Bildung gehen und der Staatsregierung kommt auf diesem Weg eine Vorbildfunktion zu. Die Diakonie Sachsen ist gerne bereit, auf diesem Weg gestaltend mitzugehen“, so Schönfeld abschließend.

 
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