Diakonie Sachsen
Menschlichkeit braucht Unterstützung

16.05.2011 | „Schau mal rein!” Sternstunden zur Berufsorientierung für Schüler in den Sommerferien

„Sterntaler*zeit der Diakonie Sachsen beginnt – jetzt anmelden! 420 Plätze stehen bereit

Ein sozialer Beruf? Der pädagogische Bereich? Oder doch lieber in die Pflege? Berufe mit Zukunft zu entdecken, dazu lädt die Aktion Sterntaler*zeit der Diakonie Sachsen seit nunmehr fünf Jahren ein: Während der Sommerferien öffnen diakonische Einrichtungen und Dienste sachsenweit ihre Türen und laden Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 18 Jahren ein, „Sterntaler“ zu sein: Ein oder zwei Wochen lang Erfahrungen in einem Bereich zu machen, den sie bisher nicht kennen. Der sie aber interessiert und ihnen zu neuen Erfahrungen verhilft. Auch Erfahrungen mit sich selber: „Das kann ich, das entspricht mir. Das hätte ich gar nicht gedacht, dass mir das liegt.“ 420 Plätze stehen in diesem Sommer zur Verfügung.

„Es fehlen jetzt schon in Sachsen fast 1000 Erzieherinnen und Erzieher. Und auch in anderen sozialen Berufen wie der Pflege werden wir absehbare Nachwuchsprobleme bekommen. Eine unserer Antworten als Diakonie Sachsen ist die Aktion Sterntaler*zeit. Sie gibt jedes Jahr vielen jungen Menschen wieder die Chance, unsere Einrichtungen und bestimmte Berufsbilder aus erster Hand überhaupt erst einmal kennen zu lernen“, sagt Diakonie-Chef Christian Schönfeld.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Kindergärten, Altenpflegeheime, Sozialstationen, Familienzentren, Werkstätten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen oder Suchtkranke. Auch das Sächsische Ministerium für Kultus und Sport unterstützt die Aktion: Auf ihrer Website www.sachsen-macht-schule.de stehen Informationen zur Sterntaler*zeit an erster Stelle.

Die Teilnehmenden erhalten als Anerkennung Gutscheine im Wert von 30 Euro pro Woche und ein Zertifikat über die geleistete Arbeit. „Toll ist es aber auch, wenn man merkt, wie sehr die eigene Mühe wertgeschätzt wird“ – eine Erfahrung, die viele ehemalige Sterntaler als prägend und bereichernd erlebt haben.

Sich selbst in einer ganz neuen Rolle zu erleben, Verantwortung zu übernehmen, für einen fremden Menschen wichtig zu sein, ist für viele Jugendliche eine Erfahrung, die sie über das Praktikum hinaus „verlängern“ wollen. Gut die Hälfte aller bisherigen Sterntaler wollten „ihrer“ Einrichtung weiter treu bleiben – das ergaben Evaluationen der vergangenen Jahre. Das ist im derzeit laufenden Europäischen Jahr des Ehrenamtes besonders erfreulich, weil ehrenamtliches Engagement nicht vom Himmel fällt. Laut einer Studie zum informellen Lernen im Jugendalter (Wiesbaden 2008) muss der Einstieg ins Ehrenamt bis zum 18. Lebensjahr „geschafft“ sein – sonst findet er gar nicht mehr oder erst im Rentenalter statt.

„Unsere Türen stehen weit offen – ob die Sterntaler*zeit als erste Orientierung in Sachen Berufswahl oder als Einstieg ins Ehrenamt genutzt wird – es soll für die jungen Menschen eine gute Zeit sein“, so Christian Schönfeld über die Aktion, die sich jedes Jahr großer Resonanz erfreut.

Weitere Informationen: Claudia Gerwald, Tel.: 0351/8315-124. Eine Übersicht über die Einsatzstellen und weitere Hinweise finden Sie unter www.sterntalerzeit.de

 
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