Diakonie Sachsen
Menschlichkeit braucht Unterstützung

25.02.2011 | Bildung und Geborgenheit: 250. Evangelische Kindertagesstätte in Dresden-Weixdorf eröffnet

Auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche wird am 27. Februar 2011 die 250. Evangelische Kindertagesstätte eröffnet. Mit einem Familiengottesdienst in der Kirche von Dresden- Weixdorf feiert die dortige Kirchgemeinde um 15:30 Uhr die abgeschlossene Sanierung und den Umbau der früheren Kirchschule. Es entstand unter der Trägerschaft der Diakonie Dresden eine Kindertagesstätte mit 54 Plätzen, darunter 16 Krippen- und 4 Integrationsplätze. Nach dem Gottesdienst wird zu einer Besichtigung im großzügigen Kita-Gelände eingeladen.

Für die Stadt Dresden bedeutet dies ohne Hortangebote in Schulen die Eröffnung der 16. Evangelischen Kindertagesstätte. Träger sind entweder die Kirchgemeinden, das Diakonische Werk Stadtmission Dresden oder die Johanniter. Neubauten bzw. Neueinrichtungen von Kitas waren in letzter Zeit der Bezug des Neubaus der Lukaskirchgemeinde in der Südvorstadt (Hochschulstraße) sowie die von der Evangelischen Behindertenhilfe Dresden betriebenen Einrichtungen eines Integrativen Kindergartens (Holzhofgasse 4) und einer Kita in der CentrumGalerie (Prager Straße 17) der Diakonie Dresden.

Die sächsische Landeskirche ermuntert auch weiterhin die Kirchgemeinden, bei entsprechenden Gegebenheiten und Möglichkeiten, die Übernahme von Kindertagesstätten ernsthaft zu prüfen und wahrzunehmen, um die Vielfalt im frühpädagogischen Bereich durch integrative und reformpädagogische Konzepte zu bereichern. Der Anteil der freien Träger von Kindertageseinrichtungen hat sich im Freistaat Sachsen in den letzten Jahren auf derzeit 55 Prozent erhöht. Der Anteil Evangelischer Kindergärten beträgt unter den freien Trägern 20 Prozent, in denen fast 20.000 Kinder betreut werden.

Der Landesverband Ev. Kindertagesstätten im Diakonischen Werk Sachsen vertritt die Interessen der Einrichtungen und sieht mit Sorge, dass in Sachsen die Fachkraft-Kind-Relation, bzw. der Betreuungsschlüssel zwischen Erziehern und Kindern bundesweit fast das Schlusslicht ist. Die quantitative Betreuung/ Betreuungsquote von allen Kindern, v.a. im Krippenbereich, sei zwar deutlich höher als im Westen Deutschlands, die Qualität leide aber durch mangelnde Rahmenbedingungen und Fachkräftemangel, so Gabriele Oehme, zuständige Fachreferentin bei der Diakonie Sachsen.
Um dies fachpolitisch zu diskutieren und im Ergebnis zu verbessern, haben sich der Landesverband und das Diakonische Werk Sachsen sowie die Landeskirche an der Kita- Kampagne „www.weil-Kinder-Zeit-brauchen.de“ mit verschiedenen Aktionen aktiv beteiligt. Aber auch innerhalb der Landeskirche haben sich in den letzten Jahren mit der gewachsenen Kindertagesstättenlandschaft wesentliche Weiterentwicklungen mit Blick auf die Fachkräftesituation im Erziehungsbereich ergeben: So wurde die Ausbildungskapazität der evangelischen Fachschule in Bad Lausick verdoppelt und eine neue Fachschule der Johanniter in Leipzig eröffnet. Beide bieten inzwischen auch berufsbegleitende Ausbildungsgänge an. Darüber hinaus bieten die beiden evangelischen Hochschulen in Dresden und Moritzburg Bachelorstudiengänge „Elementar- und Hortpädagogik“, „Frühkindliche Bildung“ und „Religionspädagogik-Sozialpädagogik“ an, die zu staatlich anerkannten Abschlüssen als pädagogische Fachkraft in sächsischen Kindertageseinrichtungen führen.

Weitere Informationen: Gabriele Oehme, Tel.: 0351/8315-177.

 
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