Diakonie Sachsen
Diakonie in Sachsen der soziale Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche in Sachsen

01.09.2010 | Zeit für Zuwendung – gut für andere, gut für sich selbst

95 junge Menschen starten am 01.09.2010 in „ihr“ Freiwilliges Soziales Jahr unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Sachsen. Sie erhalten damit die Möglichkeit, sich selbst in bisher unbekannten Zusammenhängen zu erfahren. „Es ist ein Bildungsjahr, das Freiräume, Entfaltungs- und Experimentiermöglichkeiten bietet und vorrangig der persönlichen und beruflichen Orientierung dient“, sagt Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen. Neben den bewährten Einsatzfeldern in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und der Arbeit mit alten Menschen seien in diesem Jahr auch viele Kindertagesstätten hinzugekommen. „Bewährt haben sich aber auch Einsatzmöglichkeiten in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit. Etwas besonderes ist es, dass eine junge Frau in einem stationären Hospiz ihr FSJ beginnen wird“, so Schönfeld weiter.

FSJ – Teilnehmer sind in den Einrichtungen „zusätzlich“, das heißt, sie sind eine große Hilfe und Unterstützung: Wenn es um die zusätzliche „Zeit der Zuwendung“ geht oder Aktivitäten, Aktionen und Projekte angeboten werden können, für die sonst keine Möglichkeit bestünde. „Die jugendliche Frische, das Interesse und die hohe Motivation der jungen Menschen, der unverstellte Blick bereichern die Einrichtungen zusätzlich in besonderem Maße. Es kommen junge Leute, die neue Ideen mitbringen, so manche Routine kritisch betrachten, wertvolle Hilfe leisten und zusätzliche Bezugspersonen für die zu betreuenden Menschen sind. Sie schenken sich und anderen Zeit – zu beiderseitigem Gewinn.“

Umso bedauerlicher findet es der Diakonie-Chef daher, dass die Rahmenbedingungen für das FSJ immer schlechter werden. „Es ist ein Rätsel. Der Freistaat beschwört sein Engagement für die Freiwilligendienste und kürzt im gleichen Atemzug seine Mittel für das FSJ um 64 Prozent. Dabei weiß jeder, dass gerade über das FSJ sowohl das freiwillige Engagement im sozialen Bereich als auch die Nachwuchsgewinnung läuft: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am FSJ beginnen nach ihrem Freiwilligendienst eine Ausbildung, bzw. ein Studium im sozialen Bereich. Hier zu sparen, setzt falsche Signale.“

Die FSJler starten in diesem Jahr erstmals alle gemeinsam mit drei Einführungsseminartagen, die sie im Martin – Luther – King – Haus in Schmiedeberg verbringen werden.

Festlicher Höhepunkt der Einführungstage ins FSJ der Diakonie Sachsen wird der traditionelle Eröffnungsgottesdienst in der Dresdner Dreikönigskirche sein, der am 03.09. 1020 um 16.00 Uhr stattfinden wird. Den Gottesdienst werden die neuen Freiwilligen größtenteils selbst gestalten, eingeladen dazu sind auch deren Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Informationen: Agnes Bost, Referentin für das Freiwillige Soziale Jahr, Tel.: 0351/8315-123, email: fsj@diakonie-sachsen.de.

 
Es gibt viele Möglichkeiten sich freiwilligen zu engagieren!

Ab sofort auch refugees welcome!

Beratung für Menschen in Wohnungsnot
Projekt und Kurs „Demokratiestifter”

Projekt und Kurs zum "Demokratiestifter in Sachsen"

Arbeit finanzieren, statt Arbeitslosigkeit

Evangelische Online-Beratung