Diakonie Sachsen
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29.05.2015 | Zwei Jahre nach der Flut von 2013 / Flutopfer in Sachsen erhalten weiterhin Beratung und Hilfe/ Diakonie engagiert sich für Katastrophenvorsorge

Zwei Jahre nach der Flut vom Juni 2013 unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe weiterhin viele Hochwassergeschädigte. Dabei geht es vor allem um Hilfe bei der Antragstellung und Abrechnung von staatlichen Mitteln sowie um psychologischen Beistand. Vielerorts dauern die Bauarbeiten an Häusern an. Der Kaufmännische Vorstand der Diakonie Sachsen, Friedhelm Fürst, sagt: „Es ist uns wieder gelungen, durch unser Netzwerk aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Beratern und Helfern die Menschen zu unterstützen und neben materieller Hilfe auch persönliche Stärkung zu ermöglichen“.

Daneben richtet die Diakonie Katastrophenhilfe zunehmend den Blick auf die Hochwasservorsorge. Bis März 2015 wurden rund 300 Freiwillige Feuer- und Wasserwehren in verschiedenen Bundesländern mit Hochwasserschutzausrüstung im Wert von 3,5 Millionen Euro ausgestattet. Auf dem Gebiet der Diakonie Sachsen erhielten 75 Freiwillige Feuerwehren und zwei Wasserwehren seit November 2014 Ausrüstung im Wert von rund 800.000 Euro. Dazu zählten Hochwasserpumpen, Rettungsboote, Saug- und Druckschläuche und Sandsackfüllmaschinen.

An der Finanzierung beteiligten sich die Diakonie Mitteldeutschland, die Diakonie Sachsen und die Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt mit je 100.000 Euro, die Aktion „Thüringen hilft“ mit 300.000 Euro sowie die Caritas international mit 600.000 Euro. „Die ehrenamtlichen Kräfte ermöglichen im Katastrophenfall einen schnellen und effektiven Einsatz. Die Investition in Vorsorge kann millionenfachem Schaden vorbeugen“, sagt Diakonie-Fluthilfekoordinator Stefan Schröer. In den kommenden Monaten ist weitere Vorsorge geplant, etwa bei der Verbesserung des Hochwasserschutzes sozialer Einrichtungen. Zudem hat die Diakonie Katastrophenhilfe ein Partnerschaftsprogramm mit Österreich, Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei ins Leben gerufen. Es wurde ein Netz von Beratungsstellen in Mittel- und Osteuropa aufgebaut, um regelmäßigen Austausch und die Ausbildung von Hilfskräften zu fördern.

Insgesamt zieht die Diakonie eine positive Bilanz der Fluthilfe seit Juni 2013. Von den insgesamt 26 Millionen Euro an Fluthilfe-Mitteln, die der Diakonie Katastrophenhilfe zur Verfügung standen, wurden bislang rund 19 Millionen Euro bewilligt - für Soforthilfe, Instandsetzung, Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge. Hilfe erhielten Menschen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Auf dem Gebiet der Diakonie Sachsen wurde inklusive des Feuerwehrprogramms bislang ein Betrag von 4,6 Millionen Euro ausgezahlt.

In Sachsen unterstützen Diakoniemitarbeiter des mobilen Flutteams weiterhin viele Hochwassergeschädigte vor allem an Elbe und Mulde. Unter anderem statten sie Hausbesuche ab. Hilfe erhalten gerade auch Familien, einkommensschwache Menschen und Kleinunternehmen. „Neben dem Wiederaufbau von Wohn- und Gewerberäumen spielt die Beratung im Umgang mit Banken und Versicherungen sowie die Ermutigung eine entscheidende Rolle“, sagt Fluthilfekoordinator Stefan Schröer. Viele Menschen seien nach 2002 schon zum zweiten Mal vom Hochwasser betroffen gewesen.

Weitere Informationen: Marius Zippe, 0351-8315129

 
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