Diakonie Sachsen
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13.11.2015 | Wohnen ist ein Menschenrecht!

Haus- und Straßensammlung der Diakonie Sachsen vom 13.-22. November 2015 zugunsten der diakonischen Wohnungslosenhilfe/Eröffnung ist heute in Chemnitz

Die Wohnungsnot in Sachsen verschärft sich seit nunmehr 10 Jahren - das belegen allein schon die Zahlen, die die Diakonie alljährlich erhebt. Da der Druck auf bezahlbaren Wohnraum immer größer wird, werden Hilfen zum Erhalt der Wohnung oder zum erneuten Zugang zu einer Wohnung weiter an Bedeutung gewinnen.

Denn mit der Wohnung geht nicht nur das „Dach über dem Kopf“ verloren, sondern auch Schutzraum, Rückzugsmöglichkeit und Privatsphäre sowie ein Großteil des Besitzes. Probleme wie Arbeitslosigkeit und Krankheit verschärfen sich.

„Wohnen ist ein Menschenrecht, das vom Staat zu achten, zu schützen und zu gewährleisten ist. Das gilt übrigens auch für Flüchtlinge, Asylsuchende wie Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gleichermaßen. Dennoch wird dieses Menschenrecht permanent verletzt. Wohnungen gibt es, aber nicht dort, wo sie gebraucht werden und nicht zu dem Preis, den Menschen in Armutslebenslagen bezahlen können. Wohnungen dürfen nicht ausschließlich Ware sein, bei der Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Die Kommunen müssen hier wieder Steuerungsfunktion übernehmen“, so Rotraud Kießling, zuständige Referentin bei der Diakonie Sachsen, anlässlich der Eröffnung der Haus- und Straßensammlung heute am Chemnitzer Neumarkt.

Die Kommunen und Landkreise sollten deshalb genügend Wohnungen mit Belegungsrecht vorhalten, den weiteren (Aus-)Verkauf kommunaler Wohnungen stoppen und wo nötig, wieder in den sozialen Wohnungsbau einsteigen. Sachsen habe seit Jahren die Mittel für den sozialen Wohnungsbau fremdverwendet und damit das wichtigste wohnungspolitische Instrument zur Verbesserung der Wohnungsversorgung der Bevölkerung aufgegeben. Auch die Kommunen hätten mit der Aufgabe ihrer Belegungsrechte vielerorts dafür gesorgt, dass vorhandene Sozialwohnungen verschwunden sind.

Deshalb sollen die Mittel der Haus- und Straßensammlung vom Herbst 2015 wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen in Sachsen zugute kommen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Wohnungssicherung und Wohnungserhalt, Unterstützung bei der Suche und dem Zugang zu Wohnraum, Hilfe bei Zahlungsengpässen und dem Vorhalten von Wohnungen als Übergangslösung. Zusätzlich wollen die Mitarbeitenden auch aufsuchend auf Straßen und Plätzen auf wohnungslose Menschen zugehen, die häufig in extremer Armut und sozialer Isolation leben. Auch für Gespräche, Begegnung und Beratung in den Treffs soll mehr Zeit sein. Die Diakonie dankt schon jetzt allen Sammlerinnen und Sammlern sowie allen Spenderinnen und Spendern! Gesammelt wird vom 13. – 22. November 2015.

 
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