Diakonie Sachsen

24.11.2015 | Regionale Eröffnung „Brot für die Welt“ in Großröhrsdorf / Neue Aktion „Stollenpfennig“ startet in Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen

Für drei Jahre lenkt das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ den Blick auf den „stillen Hunger“. Bereits im vergangenen Jahr startete dafür die Kampagne „Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde Ernährung“. Unter dieser Überschrift steht auch die kommende 57. Aktion von „Brot für die Welt“ ab dem 1. Advent (29.November). Für Sachsen ist an diesem Tag um 9.30 Uhr ein Eröffnungsgottesdienst in der Stadtkirche Großröhrsdorf (Landkreis Bautzen) geplant. Die Predigt übernimmt Oberlandeskirchenrat Peter Meis. Eingebunden in den Gottesdienst sind auch Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Agnesheim“, an deren Eröffnung vor sieben Jahren erinnert wird. Zudem öffnet in der Kirche eine kleine Fotoausstellung von „Brot für die Welt“. Gezeigt werden Bilder aus Indien und Peru.

Sachsens Diakoniechef Christian Schönfeld, der im Gottesdienst den offiziellen Spendenaufruf verlesen wird, sagt: „Angemessene Nahrung ist ein Menschenrecht. Bei uns gerät das angesichts des Überflusses oft in Vergessenheit. Aber in vielen Entwicklungsländern Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas bleibt die Erfüllung dieses existenziellen Rechts oftmals ein Traum“. Das Hilfswerk „Brot für die Welt“ weist mit seiner Kampagne „Satt ist nicht genug!“ von der 56. bis zur 58. Aktion auf den „stillen“ oder „versteckten Hunger“ hin. Rund zwei Milliarden Menschen fehlen wichtige Nährstoffe für ein gesundes Leben, darunter Eisen, Zink, Jod und Vitamine.

Der Mangel führt zu größerer Anfälligkeit für Krankheiten. Insbesondere Kinder leiden unter schweren Defiziten ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung. Meist sind die Familien zu arm, um sich ausgewogen zu ernähren. Eine weitere Ursache ist der Verlust an biologischer Vielfalt. An vielen Orten verdrängen hochgezüchtete Mais- und Weizensorten die traditionellen Kulturpflanzen, die zwar weniger Erträge bieten, dafür aber mehr Nährstoffe enthalten. Ein Schwerpunkt der neuen Aktion ist der Erhalt der vielen traditionellen Getreide-, Obst- und Gemüsesorten.

Zusammen mit dem Landesinnungsverband Saxonia des Bäckerhandwerks startet die Diakonie Sachsen eine neue Aktion „Stollenpfennig“. Die 22. Auflage wird am 26. November, 11.00 Uhr, in der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen in Dresden (Clemens-Müller-Straße 2) von Landesobermeister Roland Ermer und Diakoniechef Christian Schönfeld eröffnet. Sie übergeben einen gebackenen Stollenpfennig an eine Trommelgruppe der Rehabilitations- und Begegnungsstätten Gut Gamig aus Dohna, die an der Eröffnung beteiligt ist. Es werden auch einige Schritte der Herstellung eines Stollens demonstriert und frisch gebackene Stollen aus einem Ofen geholt. Danach erfolgt eine fachgerechte Stollenprüfung.

An der Aktion „Stollenpfennig“ beteiligen sich in diesem Jahr knapp 600 Bäckereien. In ihren Hauptgeschäften und Filialien stellen sie rund 1.500 Sammeldosen auf die Verkaufstresen. In der Adventszeit können die Kunden dort ihr Wechselgeld vom Stollenkauf und anderer Backwaren hineinstecken. Der Erlös kommt „Brot für die Welt“ zugute. Im vergangenen Jahren waren das über 34.600 Euro.

„Brot für die Welt“ ist das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen. Es fördert in mehr als 90 Ländern Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit. 2014 nahm „Brot für die Welt“ bundesweit 55,7 Millionen Euro an Spenden ein, vom Gebiet der sächsischen Landeskirche kamen davon rund 1,58 Millionen Euro.

Weitere Informationen: Marius Zippe, Tel. 0351-8315129

 
Es gibt viele Möglichkeiten sich freiwilligen zu engagieren!

Ab sofort auch refugees welcome!

Beratung für Menschen in Wohnungsnot
Projekt und Kurs „Demokratiestifter”

Projekt und Kurs zum "Demokratiestifter in Sachsen"

Arbeit finanzieren, statt Arbeitslosigkeit

Evangelische Online-Beratung