Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

02.07.2015 | Neue Arbeitsrechtliche Kommission des Diakonischen Werkes Sachsen nimmt die Arbeit auf

Die Diakonie in Sachsen ist als selbständiges Werk der Evangelischen Kirche Arbeitgeber und Anbieter sozialer Dienstleistungen. Im Rahmen der kirchlichen Dienstgemeinschaft setzen sich in ihr Christinnen und Christen ebenso wie ihre konfessionell nicht gebundenen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam für Menschen ein. Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden in der Diakonie kommen auf dem sogenannten „Dritten Weg“ zustande. „Dieser sogenannte Dritte Weg, das kirchliche Tarifrecht, funktioniert aus unserer Sicht in unseren Einrichtungen insgesamt gut und wird von der großen Mehrheit unserer Mitarbeitenden geschätzt und mitgetragen“, sagt Diakonie-Chef Christian Schönfeld anlässlich der gestern in Radebeul stattgefundenen konstituierenden Sitzung der neuen Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK) der Diakonie Sachsen für die nächste Legislatur von vier Jahren. Die ARK ist ein mit je sechs Dienstnehmervertretern und Dienstgebervertretern paritätisch besetztes Gremium, das verbindlich alle tarifrechtlichen Fragen einschließlich der Höhe der Vergütung für die rund 20 000 Mitarbeitenden der Diakonie in Sachsen festlegt.

Durch die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom November 2012 zum Streikrecht in Kirche und Diakonie wurde die Rechtmäßigkeit des Drittes Weges unter Ausschluss des Streikrechts grundsätzlich bestätigt, sofern es eine Beteiligungsmöglichkeit der Gewerkschaften in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen gibt. Für das Diakonische Werk Sachsen gilt seitdem eine neue kirchengesetzliche Regelung, die diese Bedingungen aufgreift. Von der vorgesehenen Beteiligungsmöglichkeit wurde im Verfahren der Neubesetzung der ARK seitens der Gewerkschaften aber kein Gebrauch gemacht. Deshalb gab es bezüglich der Entsendung der Dienstnehmervertreter in die ARK keine Änderungen.

Der neuen ARK wünscht Schönfeld ein solidarisches Miteinander und für die Zukunft eine gute Zusammenarbeit. Insbesondere im Hinblick auf die anstehenden Vergütungsverhandlungen äußert er: „Ich hoffe und wünsche, dass das Verfahren dazu in der bewährten sachlichen Weise und konstruktiv ablaufen wird.“

Hinweis für die Redaktionen: Das Grundgesetz räumt den Kirchen das Recht auf ein eigenes Arbeits- und Tarifrecht ein: Der „Dritte Weg“ bezeichnet die konsensorientierte Suche nach einem Interessensausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.. Alle tarifrechtlichen Fragen werden in paritätisch aus Dienstnehmern und Dienstgebern besetzten Kommissionen ausgehandelt. Im Falle einer Nichteinigung in der Kommissiongibt es eine verbindliche Schlichtung. Daher gibt es auf Arbeitnehmerseite weder die Möglichkeit, zu streiken, noch auf Arbeitgeberseite das Recht auf Aussperrung.

 
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