Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

08.05.2015 | Ideen säen – Zukunft ernten

Haus- und Straßensammlung der Diakonie Sachsen vom 08. Mai – 17. Mai 2015 heute in Grimma eröffnet

Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten für Jugendliche in ländlichen Räumen sind Mangelware. Vor Ort fehlt es oft an der sozialen und kulturellen Infrastruktur, „weil es sich nicht lohnt für die Handvoll Jugendlichen etwas anzubieten“.

„Jede Lebensphase hat ihre speziellen Herausforderungen, Risiken und zu bewältigende Aufgaben. Ganz besonders gilt dies für die Jugendphase. Sie ist besonders sensibel. Erwachsen werden, Neues ausprobieren, Grenzen testen, Träume haben und die Welt entdecken – da liegen Erfüllung und Risiko eng beieinander. Genau für diesen Übergang bietet Jugendarbeit Räume und Unterstützung an. Sie stärkt die Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen und bietet einen Gegenentwurf zu Konsum und Konkurrenz. Neben Elternhaus und Schule ist Jugendarbeit der dritte Bildungsträger und vermittelt Lebensfertigkeiten – wenn es sie noch gibt. Gerade in ländlichen Räumen ist das aber kaum noch der Fall“, so Sigrid Winkler-Schwarz, Vertreterin der Diakonie Sachsen, bei der heutigen Eröffnung der diesjährigen Frühjahrssammlung der Diakonie Sachsen auf dem Gelände der alten Spitzenfabrik in Grimma. Offene Jugendarbeit sei keine Dienstleistung, die irgendetwas mit den Jugendlichen „vorhabe“, sondern ein offener Prozess mit dem Ziel, dass der junge Mensch seine Persönlichkeit entwickeln kann. „Das ist mit kurzfristigen Projekten nicht zu haben. Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit und bedarf deshalb der Kontinuität“, so die Vertreterin der Diakonie weiter.

Weil die Jugendzeit für das Erwachsenenleben prägend ist, setzt sich die Diakonie Sachsen daher mit den Sammlungsmitteln der diesjährigen Frühjahrssammlung dafür ein, dass gerade auch in ländlichen Räumen offene Jugendarbeit wieder als wichtige Zukunftsaufgabe verstanden wird. Jugendarbeit heißt Lebensqualität und Bindung an die Heimat.

Tobias Burdukat, bei der Diakonie Leipziger Land zuständig für die Offene Jugendarbeit, setzt sich daher in Grimma für ein „Dorf der Jugend“ ein. Noch ist das „Dorf“ nicht viel mehr als die Ruine der ehemaligen Spitzenfabrik unweit der Mulde. Doch mit Sammlungsmitteln sollen verbindliche und langfristige Strukturen entstehen, damit in gemeinschaftlichen Arbeitseinsätzen die Dinge im Sinne der Jugendlichen selbst vorangetrieben werden. „Hier entsteht etwas, wozu jeder junge Mensch herzlich eingeladen ist, mitzumachen. Ein Freiraum, den sie selber gestalten können. Ich sehe alles schon vor mir. Aber es wird ein langer Weg“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Leipziger Land, Christian Edelmann. Auch Grimmas Bürgermeister Matthias Berger versprach dem Projekt die Unterstützung der Stadt und füllte gleich die Spendendose.

Auch die Diakonie Erzgebirge und die Stadtmission Zwickau wollen mit Sammlungsmitteln eigene Projekte und den Aufbau eines Jugendnetzwerkes auf die Beine stellen.


 
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