Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

29.07.2015 | Freiwilliges Soziales Jahr: Neben Berufsorientierung auch eine Übung in Empathie und Solidarität

„Es beeindruckt mich immer wieder, mit wie viel Engagement, Frische und Einfühlungsvermögen diese jungen Menschen ihre Arbeit tun. Ihnen gebührt unser großer Dank. Viele, die das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) absolvieren, ergreifen hinterher einen sozialen Beruf – und dafür können wir als Gesellschaft nur dankbar sein.“ Diakonie-Chef Christian Schönfeld nimmt die heutige feierliche Verabschiedung der 120 Freiwilligen, die im Jahr 2014/15 ihr FSJ in diakonischen Einrichtungen und Diensten absolviert haben, zum Anlass, nachzufragen, wie es für die jungen Menschen nach ihrem freiwilligen Jahr weitergehen soll. Laut Umfrage schließen 38 Prozent eine Ausbildung im sozialen Bereich an und 32 Prozent nehmen ein Studium im sozialen Bereich auf. Die übrigen streben andere Berufe an.

Berührend auch die Antworten, was den FSJlern in diesem Jahr wichtig wurde und was sie gelernt haben. Hier einige Antworten:

"Ich habe sehr viel darüber gelernt, was wirklich wichtig im Leben ist, welche Werte zählen. Mein Selbstvertrauen ist besser geworden."

"Ich habe gelernt, auf Menschen, die "anders" sind, zuzugehen und dass meine Mitmenschen immer noch zu wenig über Menschen mit Behinderung wissen."

"Durch mein FSJ im Krankenhaus habe ich gerlernt, mein Leben ordentlicher und strukturierter zu leben."

"Ich habe Geduld und Verständnis gelernt." (FSJ in einer Förderschule)

"Ich habe gelernt, dass es echt coole Teams und coole Anleiter und somit wirklich erstrebenswerte Arbeitsplätze gibt, von denen man aber finanziell kaum leben kann."

"Ich konnte unglaublich viel über die Arbeit mit Kindern lernen, darüber wie unterschiedlich sie sind, wie individuell auf sie eingegangen werden muss und wie fröhlich und unverfälscht ihr Blick auf die Welt (noch) ist."

"Das FSJ hat mich in meinem Berufswunsch bestätigt, mir Sicherheit und Kraft gegeben."

"Auf meine berufliche Entscheidung hat der Freiwilligendienst keinen Einfluss genommen. Aber das war auch nicht mein Ziel. Ich wollte Gutes tun und für ein Jahr nah an vielen Menschen sein."

Die Antworten zeigen, dass Freiwilligendienste nach wie vor ein wichtiges Bildungs- und Orientierungsprogramm für junge Menschen sind. Doch der wirtschaftliche Druck im Bereich der sozialen Dienste nimmt ständig zu. „Daher ist es wichtig, Freiwilligendienste nicht zu verzwecken. Es macht für die Gesellschaft einen nicht zu unterschätzenden Unterschied, ob sie genügend Menschen hat, die Hilfebedürftigen und weniger Leistungsfähigen solidarisch und empathisch unter die Arme greifen oder nicht. Fähigkeiten wie die, sich in andere einfühlen zu können und sich von ihrem Leid berühren zu lassen, bedürfen immer wieder äußerer Stützung. Auch dazu ist ein Freiwilliges Soziales Jahr gut“, ist Schönfeld überzeugt.

 
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