Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

20.03.2017 | „Dritter Weg funktioniert und wir halten an ihm fest!“/Diakonie-Mitarbeitende bekommen höhere Löhne 

„Das kirchliche Tarifrecht, der sogenannte Dritte Weg, funktioniert aus unserer Sicht in unseren Einrichtungen sehr gut und wird auch von der Mehrheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschätzt und mitgetragen. Ich bedanke mich daher bei allen Mitgliedern der Arbeitsrechtlichen Kommission Sachsen (ARK), die den jüngsten Beschluss zur Entgelterhöhung ausgehandelt haben, für das konstruktive und respektvolle Miteinander“, sagt Diakonie-Chef Christian Schönfeld anlässlich der Anfang März getroffenen Vereinbarung  zu neuen Entgeltregelungen in den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) ab dem 1. Juni 2017. Diese Regelungen gelten mindestens bis zum 30. April 2019 und geben  somit für die kommenden zwei Jahre den diakonischen Einrichtungen Planungssicherheit.

Die ARK ist ein mit je sechs Dienstnehmer- und Dienstgebervertretern paritätisch besetztes Gremium, das verbindlich alle Regelungen in den Arbeitsvertragsrichtlinien einschließlich der Höhe der Vergütungen für die rund 21 000 Mitarbeitenden in der Diakonie Sachsen festlegt.

Demnach steigen vom 1. Juni 2017 bis zum 1. Dezember 2018 die Tabellenentgelte und alle sonstigen Entgeltbestandteile (Zulagen und Zuschläge), sowie die Ausbildungsentgelte in vier Stufen insgesamt um 7,2 Prozent. Ab 2019 werden sich die Mitarbeitenden bei der betrieblichen Zusatzversorgung beteiligen.

„Für die Dienstgeber bedeutet dieser Anstieg zwar eine hohe betriebswirtschaftliche Belastung, weil einige Arbeitsfelder wie die ambulante Pflege und die offene soziale Arbeit unzureichend finanziert sind, die Einkommenszuwächse zeigen jedoch auch, dass die diakonischen Arbeitgeber ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wertschätzen. Zugleich hilft es uns selbstverständlich dabei,  Fachkräfte zu binden. Die Mitarbeitenden im Bereich der sozialen Arbeit wiederum kommen derzeit in den Genuss einer sicherlich überdurchschnittlichen Entgeltsteigerung - werden sich aber in Zukunft an ihrer Zusatzversorgung verantwortungsvoll mitbeteiligen. Es ist ein tragfähiger Kompromiss, der zeigt, dass die Diakonie Sachsen ein verlässlicher Arbeitgeber ist und damit auch soziale Dienstleistungen verlässlich anbieten kann!“

Der Gedanke der Dienstgemeinschaft, der hinter dem Dritten Weg stehe, sei daher weiter hoch aktuell. „Diakonie ist der Ort, an dem sich Christinnen und Christen ebenso wie ihre konfessionell nicht gebundenen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam für Menschen einsetzen. Deshalb müssen hilfebedürftige Menschen sicher sein können, dass das Aushandeln von Arbeitsbedingungen nicht zu ihren Lasten geht – also auch kein Streik stattfindet.“

Hinweis für die Redaktionen: Der Staat räumt den Kirchen das Recht auf ein eigenes Arbeits- und Tarifrecht ein: Der „Dritte Weg“ bezeichnet die konsensorientierte Suche nach einem Interessensausgleich zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Daher gibt es auf Arbeitnehmerseite weder die Möglichkeit, zu streiken, noch auf Arbeitgeberseite das Recht auf Aussperrung. Alle tarifrechtlichen Fragen werden in paritätisch aus Dienstnehmern und Dienstgebern besetzten Kommissionen ausgehandelt.

 
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