Diakonie Sachsen

29.11.2016 | Diakonie überreicht  Wichern-Adventskranz an sächsischen Landtag

Sachsens Diakoniechef Christian Schönfeld hat am heutigen Dienstag einen Wichern-Adventskranz an den Landtag übergeben. Er wurde von Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois in Empfang genommen und trägt in den kommenden Wochen vorweihnachtliche Stimmung in das Altbaufoyer des Parlaments. Zudem erinnert der Adventskranz an das 150-jährige Jubiläum des Diakonie-Landesverbandes im kommenden Jahr. Bei der Übergabe boten Kinder der evangelischen Kita Centrum-Galerie der Diakonie-Stadtmission Dresden ein kleines musikalisches Programm. Der Kranz trägt Lichter für jeden einzelnen Tag der Vorweihnachtszeit. Er wurde in einer Werkstatt für behinderte Menschen in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern) gefertigt. 

Diakoniechef Schönfeld sagt: „Zum 150-jährigen Jubiläum des Diakonie-Landesverbandes 2017 beschäftigen  wir uns auch intensiv mit der Geschichte der Diakonie. Wichern war zu seiner Zeit ein Vorreiter in der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Auch in unserer Gegenwart müssen sich Politik und Wohlfahrtsverbände fragen, wie Eltern bei der Erziehung am besten unterstützt werden können. Eine große Herausforderung bleibt zudem, jugendlichen Flüchtlingen durch Integration und Bildung eine Perspektive zu geben.“

Johann Hinrich Wichern (1808-1881), einer der Gründerväter der Diakonie in Deutschland, gilt als Erfinder des Adventskranzes. 1839 suchte der Leiter des Hamburger „Rauhen Hauses“, einem Rettungshaus für verwahrloste Kinder und Jugendliche, eine Antwort auf die alle Jahre wiederkehrende Frage seiner Zöglinge: Wie lange ist es noch bis Weihnachten? Er stellte im Andachtsraum ein hölzernes Wagenrad mit kleinen Kerzen für die Werktage und großen Kerzen für die Adventssonntage auf. Später wurde dieser Holzkranz mit Tannengrün geschmückt.

Der Lichterkranz verbreitete sich zunächst in vorwiegend protestantischen Städten Norddeutschlands, in katholischen Gebieten erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Vor allem in kirchlichen Gemeindehäusern, Kinderheimen und Schulen fand der Brauch seine Verbreitung. Zunehmend wurde der Kranz in die häusliche Adventsgestaltung eingeführt. Der "verkleinerte" Adventskranz, mit vier Kerzen für die vier Adventssonntage geschmückt, ist heute noch in vielen Familien zu finden.

Die einzelnen Elemente des Adventskranzes haben symbolischen Charakter. Kerzen, Kränze und grüne Zweige waren schon vorher als winterliche Elemente bekannt. Der Kranz steht für die Ewigkeit oder wird als Symbol für die Sonne, die Erde oder als Gottessymbol interpretiert. Die Kerzen stehen für das Licht der Krippe, das Weihnachten den Menschen geschenkt wird.

Weitere Informationen: Dietlinde Büttner, Tel.: 0351-8315234

 
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