Diakonie Sachsen
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05.12.2016 | Diakonie Sachsen: „Wir schaffen das!“ Kinderarmut kann beseitigt  werden!“

Jedes Kind ist gleich viel wert - Verbände starten Online-Petition gegen Kinderarmut

"Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut" -  Mit dieser gemeinsamen Online-Kampagne machen Wohlfahrts- und Sozialverbände gemeinsam mit Familien- und Kinderrechtsorganisationen ab morgen auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam.

"Gerade in der Weihnachtszeit wird deutlich, wie groß der Mangel bei armen Familien ist", betonen die Initiatoren, die am 6. Dezember gemeinsam mit der Nationalen Armutskonferenz das Online-Portal für die Kampagne öffnen. "Der Nikolaus und der Weihnachtsmann machen oft einen Bogen um die Zimmer armer Kinder", so die Bündnispartner. Im Regelsatz seien nicht einmal die Kosten für Adventsschmuck und Weihnachtsbaum eingerechnet. "Wir sagen: Das darf nicht sein! Gemeinsam müssen wir alles unternehmen, damit Kinder gut aufwachsen können!  Jedes Kind ist gleich viel wert!"

Die Petition von Nationaler Armutskonferenz, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonie, Deutschem Kinderschutzbund, Deutschem Kinderhilfswerk, Verband Alleinerziehender Mütter und Väter sowie Zukunftsforum Familie kann ab heute/morgen auf dem Portal von Campact unterzeichnet werden. Mit ihrer Initiative wollen die Verbände einen breiten Unterstützerkreis gewinnen, der im Wahljahr Druck auf die Parteien macht.

„Bei uns in Deutschland leben rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Armut. Es geht  darum, diesen Kindern jetzt endlich ein Leben mit Perspektiven und ohne Ausgrenzung zu ermöglichen.  Es wäre schön, die Kanzlerin würde auch dazu mal ihr `Wir schaffen das!´ sagen. Denn das ernüchternde Fazit von mindestens zehn Jahren Diskussionen und aller eingeleiteten Maßnahmen lautet: An der Situation armer Kinder hat sich grundsätzlich nichts verändert. Und genauso wie wir sie in der Flüchtlingsarbeit unterstützen, würden und werden wir sie dabei unterstützen“,  resümiert Diakoniechef Christian Schönfeld, der dazu aufruft, die Petition nach Kräften bekannt zu machen und zu zeichnen.

Im Einzelnen stellt die Petition fest:

  • Die Hartz IV-Sätze für Kinder sind zu gering. Sie basieren auf ungenauen Rechnungen und willkürlichen Abschlägen.
  • Arme Familien müssen mindestens in gleicher Weise gefördert werden, wie Familien mit höheren Einkommen entlastet.
  • Staatliche Unterstützung muss einfach gestaltet und leicht zugänglich sein.

Derzeit gehen viele Hilfen an den Familien und Kindern, die diese brauchen, vorbei.

Vielfältige Aktionen werden die Online-Petition im Wahljahr begleiten: "Wir werden aufmerksam verfolgen, welchen Stellenwert die Beseitigung von Kinderarmut in den Wahlprogrammen, einer Koalitionsvereinbarung und in Gesetzgebungsvorhaben erhält und ob konkret benannt wird, bis wann und wie Kinderarmut in Deutschland überwunden sein soll“, so Schönfeld abschließend.

Die Petition kann unter dem folgenden Link von Einzelpersonen unterzeichnet werden: https://weact.campact.de/p/kinderarmutbekaempfen

 
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