Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

27.02.2017 | Diakonie Sachsen und Juristische Fakultät der TU Dresden kooperieren bei der Beratung Geflüchteter

Geflüchtete Menschen müssen in einem für sie fremden Kultur- und Rechtskreis und trotz meist bestehender Sprachbarriere ihre persönlichen Rechte und Interessen hinsichtlich Asyl- und Aufenthaltsrecht wahrnehmen. Das kann ihnen nur gelingen, wenn sie ordentlich auf ihr Verfahren vorbereitet und beraten werden.  Dabei haben sie zwar laut EU einen Anspruch auf Rechtsberatung in Asylfragen, können diesen in der Praxis aber wegen fehlender Angebote kaum einlösen. In die Lücke springen dann Migrationsberatungsstellen, die aber extrem  überlastet sind.

Mittelfristige Linderung soll jetzt eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Diakonie Sachsen und der TU Dresden bringen:  Das Projekt „Refugee Law Clinic“ ermöglicht es Studierenden der Juristischen Fakultät der TU,  nach einem Ausbildungsgang zum Thema Asyl- und Ausländerrecht  erste praktische Erfahrungen im Arbeitsfeld Migration und Flüchtlingshilfe zu sammeln.  Die Diakonie Sachsen wiederum unterstützt das Vorhaben mit der Vermittlung von Mitgliedseinrichtungen, die geflüchtete Menschen  betreuen und dort von dem Fachwissen der angehenden Juristen profitieren können.

Die dafür von Seiten der TU Dresden ausgewählten Praktikanten sollen anhand von Beratungen den Umgang mit Asylsuchenden kennenlernen und an eine eigenständige Beratung zum  Asyl-und Ausländerrecht herangeführt werden.

Auf Diakonie-Seite haben schon einige Einrichtungen ihr Interesse an der Unterstützung von Beratung signalisiert und freuen sich auf die Studierenden, die voraussichtlich ab Mitte 2017 die Beratungen aufnehmen können. Koordiniert und begleitet werden die Studierenden vom  Zentrum für Integrationsstudien (ZFI) der Universität, die dafür eine halbe Mitarbeiterstelle eingerichtet hat.

Hintergrund: Die Idee der Law Clinic stammt ursprünglich aus dem anglo-amerikanischen Rechtsraum. Dort haben sich an Universitäten Jurastudierende zusammengeschlossen, um durch rechtsberatende Tätigkeiten zum einen erste Erfahrungen für den späteren Beruf zu sammeln. Zum anderen wird sozial

benachteiligten Gruppen damit unentgeltliche Rechtsberatung geboten.

Weitere Informationen:

Kerstin Böttger (Referentin Migration): kerstin.boettger@diakonie-sachsen.de Tel.: 0351 8315176;

und

Dr. Sara Hägi-Mead

Leiterin Forschung

TU Dresden

Zentrum für Integrationsstrategien

Tel. 0351 46340629

 
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