Diakonie Sachsen
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08.09.2015 | Diakonie Sachsen eröffnet Veranstaltungsreihe zum 150-jährigen Jubiläum: „Vergangenheit als Mahnung für die Gegenwart”

Das Diakonische Werk Sachsen erinnert 2017 an seine Gründung vor 150 Jahren. Eine kleine Veranstaltungsreihe soll ab Herbst 2015 auf das Jubiläum hinführen. Zur Eröffnung ist am 29. September 2015 in Dresden (19.30 Uhr, Haus an der Kreuzkirche, Mauersbergersaal) eine Vortrags- und Podiumsveranstaltung geplant.

Unter dem Titel „Dunkle Vergangenheit – Mahnung für Gegenwart und Zukunft“ soll es um die Zeit des Nationalsozialismus und die Rolle der Inneren Mission in Sachsen gehen. Innerhalb des „Euthanasie“-Programms der Nazis wurden unter anderem auch aus Heimen der Inneren Mission Menschen mit Behinderung abtransportiert und ermordet. Nach der damaligen NS- Ideologie galten sie als „Ballastexistenzen“ und „lebensunwert“.

Diakonie-Chef Christian Schönfeld sagt: „Wir wollen zum Jubiläum nicht nur an Erfolge der evangelischen Sozialarbeit in Sachsen erinnern, sondern uns auch selbstkritisch der Geschichte stellen. Das sind wir insbesondere jenen Menschen schuldig, die unter kirchlicher Obhut lebten, aber dennoch keinen ausreichenden Schutz vor dem Mordprogramm der Nationalsozialisten und ihrer verbrecherischen Ideologie fanden.“

Den Vortrag zum Thema übernimmt die Historikerin Bettina Westfeld, die derzeit an einer Studie zur Geschichte der Diakonie Sachsen arbeitet. Eine anschließende Podiumsdiskussion will eine Brücke von der Geschichte in die heutige Zeit schlagen. Wie wird Leben mit Behinderung in unserer Gegenwart bewertet? Haben sich Kontinuitäten erhalten und welche Herausforderungen warten in der Zukunft ?

An der Diskussion nehmen teil:

  • Swantje Köbsell, Professorin für Disability Studies an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
  • Dr. Anne-Katrin Olbrich, Evangelische Beratungsstelle Dresden
  • Dr. Jürgen Trogisch, ehemaliger Leiter des Katharinenhofes Großhennersdorf
  • Horst Wehner, Landtagsvizepräsident und behindertenpolitischer Sprecher der Linksfraktion
  • Bettina Westfeld, Historikerin

Moderation: Wolfram Nagel, Hörfunkreporter MDR u.a.


 
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