Diakonie Sachsen
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03.03.2017 | Das Ziel ist in Sicht: „Schulsozialarbeit gehört an jede Schule!“

Es ist eine frohe Botschaft: Ab dem Schuljahr 2017/18 wird es allen sächsischen Schulen möglich sein, Schulsozialarbeit anzubieten. Das sieht das neue Landesprogramm zur Schulsozialarbeit vor, das die jugendpolitischen Sprecher des sächsischen Landtags, Patrick Schreiber (CDU) und Henning Hohmann(SPD) heute im Rahmen eines Fachgesprächs mit Schulsozialmitarbeitenden in den Räumen der Diakonie Sachsen vorstellten. Die beiden Politiker machten noch einmal eindrucksvoll deutlich, welch hartes Ringen es gewesen sei, dieses Angebot der Jugendhilfe im neuen Schulgesetz zu verankern und bereits für das Schuljahr 2017/18 15 Millionen Euro und für die kommenden Schuljahre jeweils 30 Millionen Euro im Haushalt „lockerzumachen“ - auch wenn diese Summen abhängig vom jeweiligen Doppelhaushalt ist.

Dabei, so das klare Bekenntnis, liege der Fokus derzeit auf dem Ausbau der Schulsozialarbeit an den Sächsischen Oberschulen. Nur dort wird Schulsozialarbeit künftig zu 100 Prozent regelfinanziert werden. An Grundschulen, Förderschulen und Gymnasien übernimmt das Land 80 Prozent , 20 Prozent der Kosten sollen die kommunalen Träger selbst beisteuern: „Das muss machbar sein, weil Schulsozialarbeit eine kommunale Aufgabe ist“, betonte Patrick Schreiber.

„Sozialarbeit lebt von Fachlichkeit, Kontinuität und Nachhaltigkeit! Ich freue mich, dass die Schulsozialarbeit mit dieser politischen Entscheidung aus dem Krisenmodus herausgefunden hat und der Flickenteppich aus EU-Förderung, jährlich neu zu beantragender Projektförderung und Landeszuschüssen ein Ende hat! Jetzt können auch langfristige Bindungen zwischen Kindern und Jugendlichen und Sozialarbeiterinnen und -arbeitern entstehen. Das halte ich für unerlässlich - gerade wenn es um Durchhaltevermögen und letztlich den Glauben der jungen Menschen an sich selbst geht“, freut sich Diakonie-Chef Christian Schönfeld.

„In der Tat wird die Schulsozialarbeit damit in Sachsen zu einem größeren Arbeitsfeld. Es ist gut zu wissen, dass Schülerinnen und Schüler ein offenes Ohr finden, sei es für Probleme zu Hause, mit Mitschülern oder Lehrern oder anderen Fragen, die Kinder und Jugendlich beschäftigen. Schulsozialarbeiter(innen) sind der Anwalt der Schülerinnen und Schüler und fördern ihre individuelle und soziale Entwicklung. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder und Jugendliche das Angebot der Schulsozialarbeit - sofern es in ihrer Schule besteht - gerne annehmen. Die Wirksamkeit von Schulsozialarbeit ist mit den vorangegangenen langjährigen Projekten der Schulsozialarbeit mehr als nachgewiesen“, sagt Kathleen Jevlasch, pädagogische Mitarbeiterin der Kinder- und Jugendhilfe bei der Diakonie Sachsen.

 
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