Diakonie Sachsen
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12.07.2018 | Christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa

Diakonie Sachsen unterstützt nachdrücklich Petition “Christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa”


„Bei Kirche, Diakonie und Caritas engagieren sich seit Jahren jeden Tag Tausende von Haupt- und Ehrenamtlichen mit hohem Einsatz für eine humanitäre Flüchtlingspolitik. Nun verlieren sie die vorbehaltlose Rückendeckung der Politik. Statt die Engagierten zu stärken, läuft die Bundesregierung mit ihrer Migrationspolitik und immer weiteren Asylrechtsverschärfungen denjenigen hinterher, die die humanitären Grundsätze unserer Gesellschaft aufkündigen wollen. Abschottung ist zum Hauptziel der Politik in Europa und auch der Bundesregierung geworden. Weiterhin ertrinken täglich Menschen im Mittelmeer. Deutschland darf sich auch nicht gemein machen mit europäischen Regierungen, die aus populistischen Gründen die Rettung aus Seenot verhindern. Eine solche Politik widerspricht allen christlichen Grundsätzen. Haben wir schon vergessen, wie himmelschreiendes Unrecht durch neue Gesetze im Handumdrehen zu geltendem Recht wurde? Daher unterstützt die Diakonie Sachsen den Aufruf aus dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentag “Christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa” mit allem Nachdruck. Darin werden die Regierungen in der EU aufgefordert, den Flüchtlingsschutz nicht weiter zu gefährden. Ich wünsche der Petition möglichst viele Unterschriften!“

Diakonie-Chef Christian Schönfeld wertet die Petition als wichtige Gegenbewegung zu einer inhuman gewordenen Flüchtlingspolitik, die sich aller Mitverantwortung für Fluchtursachen entziehen will. Diese reiche vom menschengemachten Klimawandel und seinen Folgen über unfaire Handelsbeziehungen bis hin zu Waffenexporten aus Deutschland in Krisenregionen.

Natürlich könne Deutschland nicht alle Menschen aufnehmen, die sich bei uns ein besseres Leben erhofften. „Dabei ist es doch keinesfalls so, dass die Mehrzahl der Flüchtlinge von Süden in den reichen Norden wandert. Die Hauptlast schultern nach wie vor die armen Staaten selbst. Es muss auch eine Aufgabe deutscher Politik sein, sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Und wir brauchen neben einem humanitären Asylrecht ein modernes Einwanderungsrecht, damit Migration und Flucht nicht dauernd in einen Topf geworfen werden!“


Die Diakonie Sachsen freut sich über die Verbreitung und Unterstützung des Petitionstextes! www.change.org/fluechtlingspolitik


 
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