Diakonie Sachsen
In der Nächsten Nähe - Mein Beruf ist, Menschen Wärme entgegenzubringen.

06.10.2015 | Beratung hilft leben

Diakonische Beratungsstellen unterstützen, stabilisieren und vermitteln neue Perspektiven

4. Klientenbefragung abgeschlossen und ausgewertet

“Ich wüsste nicht, wie ich das alles ohne die Beratung durchgestanden hätte. Ich fürchte, ich wäre in einer Klinik gelandet!“

„Nach jedem Gespräch fühlte ich mich besser. Ich hatte das Gefühl, verstanden zu werden. Die Beratungen gaben mir Hoffnung.“

„Ich finde die Möglichkeit, hierher zu kommen als sehr wertvoll. Es ist schön, dass es so etwas noch gibt in unserer Zeit.“

Das sind nur drei von zahlreichen schriftliche Rückmeldungen, die den diakonischen Beratungsstellen bescheinigen, wie sehr ihre Arbeit von der Bevölkerung angenommen, gebraucht und geschätzt wird. Alle drei Jahre befragt der Fachverband Psychologische Beratung Ratsuchende in der Familien- und Erziehungsberatung, Ehe- und Lebensberatung und Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung in diakonischer Trägerschaft zu ihrer Zufriedenheit mit der Beratung. Unmittelbar nach der Beratung haben diesmal im Juni 2015 1671 Personen in 30 Beratungsstellen einen Fragebogen mit der Bitte um anonyme Beantwortung ausgefüllt.

Die Befragung hat inzwischen Tradition und trägt zur Qualitätsentwicklung der Beratungsarbeit bei – was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. So bejahten 61% der Ratsuchenden die Wirksamkeit der Beratung. Das ist eine Steigerung gegenüber den Vorjahren (2012: 54%; 2009: 60%). 96% der Ratsuchenden würden die Beratungsstelle weiter empfehlen. Diese hohe Zustimmung ist umso bemerkenswerter, als ein Teil der Ratsuchenden die Beratungsstelle nicht freiwillig aufsucht (Schwangerschaftskonfliktberatung, Beratungen auf Empfehlung von Familiengericht bzw. Jugendamt im Kontext von Trennung und Scheidung) und ist daher für die Mitarbeitenden der Beratung eine große Wertschätzung. Im Vergleich zu den vorangegangenen Befragungen fällt auf, dass Ratsuchende ab den Altersgruppen 28 – 35 und 36 – 42 Jahre häufiger eine Beratung in Anspruch nehmen. Die Zahl der Jüngeren ist dagegen rückläufig. Aber auch die Altersgruppe 51 – 65Jährigen legte in den vergangenen Jahren zu.

Auch der Beratungsbedarf außerhalb jeden Rechtsanspruchs nimmt weiter zu. „Die Beratungsarbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag, Menschen in gesellschaftlichen und individuellen Umbrüchen und Nöten zu begleiten. In einer beschleunigten und leistungsorientierten Lebens- und Arbeitswelt wird die Beratung zunehmend als „Freiraum“, als eine „Oase“ zur Entschleunigung, Reflexion, Strukturierung und Sinnsuche empfunden. Das positive Feed-back ermutigt die diakonischen Träger der Beratungsarbeit, uns als Landesverband und die Landeskirche, psychologische Beratung weiterhin vorzuhalten“, freut sich Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen, über das positiven Rückmeldungen.

Handlungsbedarf sehen die Ratsuchenden dagegen bei der Vergabe von Beratungsterminen, einer kürzeren Zeitspanne zwischen den Terminen, längeren Öffnungszeiten und der Verbesserung der telefonischen Erreichbarkeit.

„Wie schon in den Vorjahren, muss an dieser Stelle leider wieder angemerkt werden, dass

aufgrund der finanziell engen Situation die gewünschten Verbesserungen nur sehr begrenzt möglich sind. Erstkontaktfachkräfte bzw. Teamassistenten wären für die Erreichbarkeit einer Beratungsstelle unbedingt erforderlich. In jeder Arzt- und Anwaltspraxis ist eine Assistenzfachkraft selbstverständlich. Für Beratungsstellen wird von vielen Fördermittelgebern diese Notwendigkeit aber nicht gesehen,“ sagt Wilfried Jeutner, zuständiger Referent bei der Diakonie Sachsen.


Hintergrund: Der größere Teil der 31 diakonischen Beratungsstellen arbeitet als integrierte Beratungsstelle (Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Familien- und Erziehungsberatung, Partnerschafts- und Lebensberatung) mit einem familienorientierten Beratungskonzept („Hilfen aus einer Hand“). Das heißt, in einer Beratungsstelle ermöglicht ein multidisziplinäres Team fachübergreifendes Arbeiten. Die Beratungsstellen sind Teil des regionalen psychosozialen Versorgungssystems. Die Klientenbefragung 2015 finden Sie als pdf-Datei im Anhang.

Weitere Informationen: Wilfried Jeutner, Tel.: 0351/8315-180.

 
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